Kredit zur Finanzierung der Einkommensteuer-Nachzahlung

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Wer einen Kredit aufnimmt, um seine Einkommensteuer-Nachzahlung zu finanzieren, kann die Schuldzinsen nicht als Werbungskosten oder Betriebsausgaben absetzen.

Denn: Werbungskosten sind nur solche Aufwendungen, die dem Erwerb, der Sicherung oder Erhaltung von Einnahmen dienen (§ 9 Abs. 1 Satz 1 EStG). Die Einkommensteuer hängt weder mit dem Erwerb, noch mit der Sicherung oder Erhaltung von Einnahmen zusammen. Vielmehr handelt es sich um eine belastende Steuer, die der Privatsphäre zugerechnet wird. Und die Privatsphäre ist einkommensteuerrechtlich irrelevant.

Kurz zusammengefasst: Die Aufwendungen für besagte Schuldzinsen gehören - genau wie die Einkommensteuer selbst - zur Privatsphäre. Darum ist ein Abzug als Werbungskosten oder Betriebsausgaben nicht möglich (FG Niedersachsen, Urteil vom 28.2.2007, Az. 12 K 645/04 - Revision wurde grundsätzlich zugelassen).

Steuertipp
Statt gleich einen Kredit aufzunehmen, versuchen Sie es zunächst mit einem Antrag auf Stundung der Einkommensteuer. Dazu erklären Sie dem Finanzamt in einem kurzen Schreiben Ihre Situaution und machen einen Vorschlag, bis wann Sie die Einkommensteuerschuld begleichen können. Eine Musterformulierung haben wir bereits für Sie vorbereitet.

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