Kosten für Logopädieschule sind nicht abziehbar

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Schulgeldzahlungen für den Besuch einer Logopädieschule können nicht bei der Einkommensteuererklärung als Sonderausgaben berücksichtigt werden, so das Finanzgericht Rheinland-Pfalz.

In dem Urteil des FG Rheinland-Pfalz v. 3.3.2010, 1 K 2338/08 hatte die Tochter der Kläger eine staatlich anerkannte Berufsfachschule für Logopädie besucht. Dafür waren rund 8.600 Euro Schulgeld zu zahlen.

Nach Ansicht des FG Rheinland-Pfalz ist ein Sonderausgabenabzug nur beim Besuch einer staatlich genehmigten oder nach Landesrecht erlaubten Ersatzschule sowie einer nach Landesrecht anerkannten allgemein bildenden Ergänzungsschule möglich und wies daher die Klage ab.

Die Kläger waren hingegen der Auffassung, dass die Schule sowohl staatlich anerkannt i.S.d. Logopädiegesetzes als auch eine staatlich genehmigte Schule sei. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Revision zum BFH wurde jedoch nicht zugelassen.

Ob eine bestimmte Schule die Kriterien erfüllt und damit zu den begünstigten Schulen zählt, können nur bestimmte Behörden prüfen und amtlich feststellen.

Dazu befugt sind:

  • die zuständigen inländischen Landesschul- oder Landeskulturministerien,
  • die Kultusministerkonferenz der Länder (www.kmk.org) und
  • die inländischen Zeugnisanerkennungsstellen.
An die Entscheidung dieser Behörden sind in der Regel die Finanzämter gebunden.

Steuertipp
Erkundigen Sie sich zuerst bei der Schule, die Sie und Ihr Kind ins Auge gefasst haben, ob die Förderwürdigkeit von einer der oben genannten Behörden festgestellt wurde. Falls ja, lassen Sie sich eine Kopie geben, die Sie Ihrer Einkommensteuererklärung beifügen können. Falls die Schule selbst sich (noch) nicht darum gekümmert hat, wenden Sie sich an eine der obigen Behörden mit der Bitte um schriftliche Auskunft.
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