Kosten für eine Erstausbildung nur bis 4.000.- Euro absetzbar?

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Die Kosten z.B. für ein Erststudium sollen zukünftig höchstens bis 4.000.- Euro absetzbar sein. Von der Öffentlichkeit unbeobachtet wurde diese Gesetzesänderung in die Wege geleitet. Damit will der Gesetzgeber die vielen positiven Urteile des BFH ausbremsen.

Der Bundesfinanzhof hat in der Vergangenheit geradezu sensationell seine Rechtsprechung zum Thema Fortbildung geändert. Die Folge: Viele Bildungsmaßnahmen können jetzt in voller Höhe als Werbungskosten geltend gemacht werden (z.B. Umschulung, berufsbegleitendes Erststudium). Vorher war der Abzug oft auf 920,- bzw. 1227,- Euro begrenzt. Dass diese neue Rechtsprechung für den Fiskus teuer wird, liegt auf der Hand. Der Gesetzgeber hat deshalb - von der Öffentlichkeit unbeobachtet - eine Gesetzesänderung in die Wege geleitet. In dem ?Gesetz zur Änderung der Abgabenordnung? wurde sie gut versteckt. Einen aktuellen Gesetzesentwurf sucht man vergeblich. Ab wann die Änderung in Kraft treten soll, ist nicht bekannt.

Das soll sich ändern:

Aufwendungen für die erstmalige Berufsausbildung und für ein Erststudium sind nur als Sonderausgaben, nicht als Werbungskosten abziehbar. Es gibt einen Höchstbetrag von 4000,- Euro. Vorher lag der Höchstbetrag bei 920,- bzw. 1227,- Euro.

Der Vorteil:

Sie können durch den neuen Höchstbetrag jetzt deutlich mehr Kosten für Ihre Ausbildung absetzen.

Der Nachteil:

Wenn Sie im Jahr der Ausbildung zum Beispiel als Student keine Einnahmen haben, können Sie die Ausbildungskosten nicht als Verlust in das kommende Jahr vortragen. Die Studienkosten fallen als Sonderausgaben unter den Tisch.

Schlecht ist die Neuregelung auch für volljährige Kinder: Sonderausgaben mindern ihre Einkünfte und Bezüge nicht. Zu diesem Punkt ist allerdings eine Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht anhängig.

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