Kontrollmitteilungen der Erbschaftsteuer-Finanzämter

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In einem gleichlautenden Erlass der Finanzministerien der Bundesländer ist festgelegt worden, ab welchen Erbschaftsbeträgen die Erbschaftsteuer-Finanzämter Kontrollmitteilungen an die Einkommensteuer-Finanzämter der Erben und des Erblassers zu übersenden haben.

Kontrollmitteilungen erfolgen an das Wohnsitzfinanzamt des Erben, wenn der erbschaftsteuerliche Bruttowert des Erbes (Anteil an den hinterlassenen Vermögenswerten ohne Abzug der Erblasserschulden zuzüglich Wert der sonstigen Erwerbe) mehr als 250.000 € beträgt.

Kontrollmitteilungen erfolgen an das Wohnsitzfinanzamt des Erblassers, wenn der Reinwert des Nachlasses (hinterlassene Vermögenswerte abzüglich Erblasserschulden mit Ausnahme einer Zugewinnausgleichsverpflichtung) mehr als 250.000 € beträgt. Den Kontrollmitteilungen sollen Zweitschriften der Anzeigen der Geldinstitute beigefügt werden. Zusätzlich anzugeben sind Erwerbe aufgrund eines Vertrags zugunsten Dritter mit Ausnahme von Ansprüchen aus Lebensversicherungsverträgen.

Die Erbschaftsteuer-Finanzämtern können auch in anderen Fällen bei gegebenem Anlass Kontrollmitteilungen übersenden, z.B. wenn eine Schenkung erst im Rahmen einer Außenprüfung oder Fahndung aufgedeckt wurde.

Die Kontrollmitteilungen sind unabhängig davon zu erteilen, ob Erbschaftsteuer festgesetzt wurde:

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