Kein Abzug haushaltsnaher Dienstleistungen bei Barzahlung!

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Den Steuerbonus für haushaltsnahe Dienstleistungen erhalten Sie nur, wenn Sie die Rechnung überweisen. Das bestätigte jetzt das FG Sachsen-Anhalt.

Viele Handwerker haben schlechte Erfahrungen mit der Zahlungsmoral Ihrer Kunden gemacht und bestehen daher auf Barzahlung. Damit entgeht Ihnen als Auftraggeber die Förderung für haushaltsnahe Dienstleistungen. Das gilt auch dann, wenn Sie eine ordnungsgemäße Rechnung vorweisen können und der Handwerker den Zahlungseingang ordnungsgemäß verbucht hat.

Das FG Sachsen-Anhalt bestätigt jetzt die Richtigkeit dieser Vorschrift und sieht keine Verletzung der verfassungsmäßigen Rechte des Auftraggebers: Die Differenzierung zwischen barer und unbarer Zahlungsweise verletzt nicht den Gleichbehandlungsgrundsatz. Auch eine ungerechtfertigte Einschränkung der allgemeinen Handlungsfreiheit liegt nicht vor. Der gesetzgeberische Zweck, die Schwarzarbeit zu bekämpfen, rechtfertigt die Einschränkung der Steuerpflichtigen.

Einen Kompromissvorschlag hatten die Richter auch gleich zur Hand: Falls der Handwerker seiner Bezahlung unsicher sei, könnten ohne weiteres z.B. Teilvorauszahlungen auf sein Konto vereinbart werden (FG Sachsen-Anhalt, Urteil vom 28.2.2008, Az. 1 K 791/07).

Wegen grundsätzlicher Bedeutung hat das FG eine Revision zum BFH zugelassen. Sobald uns hier ein Aktenzeichen bekannt wird, werden wir Sie darüber informieren.

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