Identifikationsnummer: Startschuss für die Meldeämter

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Seit Anfang Juli übermitteln die Meldebehörden die Daten aller Einwohner Deutschlands an den Fiskus. Ziel der Aktion: Jedem Bürger soll eine lebenslang gültige Steuer-Identifikationsnummer (auch TIN für „Tax Identification Number“) zugeordnet werden.

Bis zum 30. September will das Bundeszentralamt für Steuern alle notwendigen Informationen zusammengetragen haben. Ab dem 1. Oktober findet ein Abgleich statt. Daten von Personen, die am Stichtag 30. Juni gleichzeitig in zwei Gemeinden mit Hauptwohnsitz gemeldet sind, und andere Unstimmigkeiten werden dadurch aufgespürt und bereinigt.

Läuft das Verfahren nach Plan, versendet das Bundeszentralamt ab dem 2. Januar 2008 die ersten Mitteilungen über die persönliche Identifikationsnummer an die Bürger.

Was bedeutet das für Sie? Sie werden beim Finanzamt ab 2008 ein Leben lang unter derselben Identifikationsnummer geführt. Bisher änderte sich die Steuernummer zum Beispiel beim Umzug in den Bezirk eines anderen Finanzamts. Für den Fiskus bedeutet das nicht nur eine Verwaltungsvereinfachung, sondern auch bessere Kontrollmöglichkeiten. Datenschützer, darunter der Bundesbeauftragte für Datenschutz Peter Schaar, warnen allerdings vor dem Missbrauch der TIN für außersteuerliche Zwecke.

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