Haushaltsnahe Hilfen: Steuerbonus trotz niedrigem Einkommen?

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Den Steuerbonus für haushaltsnahe Dienstleistungen bekommen Sie vom Finanzamt in Form eines Abzugs von Ihrer Einkommensteuer. Doch was passiert mit der Förderung, wenn Sie ein so niedriges Einkommen haben, dass Sie gar keine Steuern zahlen müssen?

Aufwendungen für haushaltsnahe Hilfen fördert der Gesetzgeber durch direkt von der tariflichen Einkommensteuer abzuziehende Beträge. Von Ihren Kosten für haushaltsnahe Hilfen durch einen Dienstleister zieht das Finanzamt direkt von Ihrer tariflichen Einkommensteuer ab:

  • 20%, höchstens 600 Euro für Handwerkerleistungen,
  • 20%, höchstens 600 Euro für sonstige haushaltsnahe Tätigkeiten, die keine Handwerkerleistungen sind. Bei bestimmten Pflegedienstleistungen steigt der Höchstbetrag auf 1.200 Euro.

Den Steuerabzugsbetrag setzt der Finanzbeamte in dem Steuerbescheid des Jahres fest, in dem Sie die Zahlung geleistet haben (BMF-Schreiben vom 26.10.2007, BStBl. 2007 I S. 783 Rz. 32).

Wenn bei Ihnen jedoch in dem Jahr, in dem die Dienstleistung erbracht wurde, gar keine Einkommenssteuer anfällt, verfällt dieser Steuerbonus. Er kann auch nicht auf das folgende Jahr übertragen werden.

Gegen diese Ungerechtigkeit klagt jetzt der Bund der Steuerzahler (FG Köln, Az. 10 K 4217/07). Er will erreichen, dass der Rück- bzw. Vortrag des Steuerbonus in ein anderes Kalenderjahr möglich wird, so dass der Steuerzahler auch tatsächlich von dem Bonus profitiert.

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