Haushaltsnahe Hilfen: Steuerbegünstigung auch für Bewohner eines Wohnstifts

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Wer sich in Haushalt und Garten von einem Profi helfen lässt, kann unter bestimmten Voraussetzungen einen Steuerbonus erhalten. Das gilt auch für Bewohner eines Wohnstifts, entschied der BFH.

Der Fall:

Der Bewohner eines Wohnstifts hatte Dienstleistungen im Wohn- und Betreuungsbereich in Anspruch genommen: Hausmeistertätigkeiten, Reinigung des Apartments und der Gemeinschaftsflächen und "das Vorhalten von Haus- und Etagendamen, die zur Begleitung der Bewohner, zur Erledigung kleiner Botengänge und zur Erbringung von Betreuungsleistungen zur Verfügung standen." Die erbrachten Dienstleistungen und die Kosten dafür gingen aus mehreren Schreiben des Wohnstifts-Betreibers hervor.

Der Bewohner machte in seiner Steuererklärung die Steuerbegünstigung für haushaltsnahe Hilfen nach § 35a EStG geltend. Das Finanzamt erkannte die Kosten nicht an.

Der BFH entschied:

Der Bewohner hat Anspruch auf die Steuerermäßigung. Begründung: Die Steuerermäßigung gibt es für Dienstleistungen im privaten Haushalt. Ein solcher Haushalt kann auch von dem Bewohner eines Wohnstifts geführt werden. Die in konkreten Fall nachgewiesenen Dienstleistungen waren Tätigkeiten, die gewöhnlich durch Mitglieder des privaten Haushalts oder dort Beschäftigter erledigt würden und regelmäßig anfielen. Die vom Steuerpflichtigen in Anspruch genommenen Tätigkeiten des Wohnstiftbetreibers seien daher haushaltsnahe Dienstleistungen im Sinne des § 35a EStG.

Da der Bewohner des Wohnstifts die erforderlichen Nachweise erbracht hatte, waren die Aufwendungen steuerlich anzuerkennen (BFH, Urteil vom 29.1.2009, Az. VI R 28/08).


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