Haushaltsnahe Hilfen: Kein Steuerbonus für Grabpflege

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Lassen Sie sich in Haushalt und Garten helfen, können Sie unter bestimmten Voraussetzungen einen Steuerbonus erhalten. Aber was gehört alles zum Haushalt? Ein Grab jedenfalls nicht.

Ein Witwer machte in seiner Steuererklärung die Kosten für die Pflege des Grabs seiner Frau geltend und wollte die Steuerförderung für haushaltsnahe Hilfen in Anspruch nehmen. Das Finanzamt lehnte ab. Begründung: Bei der Grabpflege handle es sich nicht um eine im Privathaushalt erbrachte Leistung.

Der Witwer konterte: Ein Privathaushalt sei "nicht ausschließlich ein räumlich bestimmter, sondern vielmehr ein sozioökonomischer Begriff". Unter diesem Begriff, argumentierte er, verstehe man eine Gruppe von Menschen, die sich als soziales Gebilde auf die Sicherung der gemeinsamen Bedarfsdeckung ausrichteten.

Das Finanzgericht Niedersachsen konnte er damit nicht überzeugen. Die Richter verstanden unter "Haushalt" ganz traditionell die Wohnung und das Grundstück, auf dem sich diese Wohnung befindet. Folge: Kein Steuerbonus für die Kosten der Grabpflege (FG Niedersachsen, Urteil vom 28.2.2009, Az. 4 K 12315/06).

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