Haushaltsnahe Hilfen: Arbeitgebergemeinschaften begünstigt?

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Schließen sich mehrere Personen zusammen, um gemeinsam zum Beispiel eine Putzhilfe zu beschäftigen oder einen Handwerker zu beauftragen, verwehren Finanzämter die Begünstigung für haushaltsnahe Hilfen. Der BFH prüft zurzeit eine Klage gegen diese Behandlung. In vergleichbaren Fällen sollten Sie Einspruch einlegen.

Das Finanzgericht Sachsen-Anhalt bestätigte in erster Instanz die Auffassung der Finanzämter. Eine Steuerbegünstigung komme nur infrage, wenn der Steuerzahler die Haushaltshilfe unmittelbar beschäftige oder beauftrage. Beim „Umweg“ über eine Arbeitgeber- oder Auftraggebergemeinschaft seien die gesetzlichen Voraussetzungen nicht erfüllt.

Die Kläger fühlen sich ungerecht behandelt. Sie glauben, es werde mit zweierlei Maß gemessen, denn bei Wohnungseigentümergemeinschaften hat die Finanzverwaltung keine Bedenken, die Begünstigung zu gewähren (BMF-Schreiben vom 3.11.2006, BStBl. 2006 I, S. 711).  Aus diesem Grund haben sie Revision beim Bundesfinanzhof eingelegt (Az. VI R 1/07).

Sind Sie Mitglied einer Arbeitgeber- oder Auftraggebergemeinschaft und das Finanzamt lehnt Ihre Kosten ab? Dann legen Sie Einspruch ein und verweisen Sie auf die anhängige BFH-Klage. Beantragen Sie Ruhen des Verfahrens bis zu einem endgültigen Urteil.

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