Haushaltsnahe Dienstleistungen: Wohnungsverwalter darf Gebühr für Bescheinigung verlangen

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Ein Wohnungsverwalter darf von den Eigentümern ein Entgelt verlangen, wenn er die Bescheinigung über haushaltsnahe Dienstleistungen ausstellt. Diese Leistung gehört nicht zu seinen Pflichten im Rahmen der Jahresabrechnung.

Die Wohnungseigentümer haben die Wahl: Entweder sie verzichten auf die Bescheinigung – und damit auf eine Steuererstattung oder sie zahlen die Gebühr. Ein Betrag von 25 Euro ist dafür angemessen (Urteil des LG Düsseldorf vom 8.2.2008, Az. 19 T 489/07 und Beschluss des LG Bremen vom 19.5.2008, Az. 4 T 438/07).

Hintergrund: Als Eigentümer einer Wohnung zahlen Sie Hausgeld. Darin sind Kosten für steuerbegünstigte haushaltsnahe Hilfen enthalten, zum Beispiel für Hausmeister, Treppenhausreinigung oder Winterdienst. Der Staat beteiligt sich mit 20% an diesen Aufwendungen.

Damit Sie die Steuervergünstigung bekommen, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Der Fiskus fordert unter anderem, dass die insgesamt gezahlten Beträge und der auf den einzelnen Eigentümer entfallende Anteil daran durch eine Bescheinigung des Verwalters nachgewiesen wird.

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