Handwerker und Haushaltshilfen: Barzahlung verhindert Steuervorteil

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Viele Steuerbürger haben ihre haushaltsnahen Hilfen bar bezahlt - und damit die staatliche Förderung verspielt. Das hat der BFH jetzt in einem bürgerunfreundlichen Urteil entschieden.

Lassen Sie sich gegen Entgelt in Haus und Garten helfen oder lassen Sie Handwerkerleistungen ausführen, dann hält der Staat ein besonderes Steuerbonbon für Sie bereit: Er beteiligt sich an den Arbeitskosten durch unterschiedliche Steuerabzugsbeträge.

Weil diese Subvention dazu dienen soll Schwarzarbeit einzudämmen, müssen aber strenge Voraussetzungen erfüllt werden. So muss der Steuerpflichtige zum Beispiel nachweisen können, dass er das Entgelt auf ein Konto des Empfängers eingezahlt hat.

Inzwischen kennt hoffentlich jeder diesen Haken und wird brav eine Bankeinzahlung vornehmen. In der Vergangenheit ist aber so mancher Steuerbürger, der die "Steuertipps" nicht liest, leider in diese Falle getappt - und muss nach dem BFH-Urteil VI R 14/08 vom 20.11.2008 nun auf die Förderung verzichten.

Was Betroffene jetzt noch tun können

Haben Sie sich gegen Ihren Einkommensteuerbescheid gewehrt mit einem Einspruch unter Hinweis auf die beim BFH anhängige Revision VI R 14/08? Dann können Sie jetzt nur noch versuchen Zeit zu gewinnen und hoffen, dass das Verfahren beim Bundesverfassungsgericht landet.

Warten Sie also erst einmal ab, was jetzt passiert. Vermutlich wird Ihr Finanzbeamter auf Sie zukommen und Sie auffordern, Ihren Einspruch zurückzunehmen. Lassen Sie sich mit Ihrer Reaktion darauf soviel Zeit wie möglich. Wenn es nicht mehr anders geht, dann bitte Sie den Beamten, den Einspruch weiter ruhen zu lassen, weil Sie damit rechnen, dass die unterlegenen Kläger sich an das Bundesverfassungsgericht wenden werden.

Lässt sich der Finanzbeamte nicht auf eine weitere Verfahrensruhe ein, sollten Sie auf einer Einspruchentscheidung bestehen. Das gilt natürlich nur, soweit Sie sich dadurch nicht schlechter stellen, weil der Finanzbeamte Ihnen eine Verböserung angedroht hat.

Wenn die Einspruchsentscheidung kommt, müssen Sie entscheiden, ob Sie die Kosten und Mühen einer eigenen Klage auf sich nehmen wollen.

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