Geldanlage in der Schweiz ab 2013 nicht mehr attraktiv

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Dass wohlhabende Deutsche ihr Geld gerne in der Schweiz anlegen, ist für den Fiskus ein teures Ärgernis. Ein neues Doppelbesteuerungsabkommen soll künftig dafür sorgen, dass kein unversteuertes Geld deutscher Steuerpflichtiger mehr in der Schweiz liegt.

Die Vereinbarung wirkt sowohl für die Zukunft als auch für die Vergangenheit: Das Schwarzgeld der deutschen Steuer- und Kapitalflüchtlinge soll mit Steuersätzen zwischen 19 und 34% pauschal nachversteuert werden. Die Schweizer Banken leisten dafür eine Vorauszahlung von 2 Milliarden Schweizer Franken (etwa 1,9 Milliarden Euro), die dann später mit den Einnahmen aus der pauschalen Nachversteuerung verrechnet wird.

Abgeltungsteuer für legalisiertes Vermögen

Das Schwarzgeld wird durch die Nachversteuerung legalisiert. Künftig zahlt der Anleger für seine schweizer Kapitalerträge eine Abgeltungsteuer, die in ihrer Höhe der deutschen Abgeltungsteuer einschließlich Soli gleicht: 26,375%.

Anonymität wird gewahrt

Der deutsche Fiskus erfährt nicht, von wem er da Geld bekommt. Denn sowohl die Nachversteuerung als auch die neue Abgeltungsteuer wird anonym aus der Schweiz nach Deutschland überwiesen. Diese Lösung wird sowohl dem Schutz der Privatsphäre von Kapitalanlegern als auch der Durchsetzung berechtigter Steueransprüche des deutschen Staates gerecht.

Galgenfrist bis 2013

Heute wurde das gemeinsame Steuerabkommen nur paraphiert, wie es so schön im Amtsdeutsch des Bundesfinanzministeriums heißt. In Kraft getreten ist das Doppelbesteuerungsabkommen damit noch nicht. Hierfür muss die Vereinbarung noch von beiden Ländern unterzeichnet werden und die jeweiligen Gesetzgebungsorgane müssen ihm zustimmen. Ab 2013 soll das Abkommen dann gelten.

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