Gartenparty: So beteiligen Sie den Fiskus

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Planen Sie im Sommer eine große Gartenparty? Dann laden Sie auch das Finanzamt dazu ein – jedenfalls, wenn es ans Bezahlen geht!

Denn auch bei einem Sommerfest im heimischen Garten können Sie vom Steuerbonus für haushaltsnahe Dienstleistungen profitieren.

Welche Kosten werden begünstigt?

Putzhilfe: Wenn Sie sich eine Putzhilfe gönnen, um Haus oder Wohnung auf Vordermann zu bringen, können Sie die Kosten dafür im Rahmen der haushaltsnahen Dienstleistungen angeben.

Gärtner: Wenn Sie Ihren Garten für das große Fest von einem Gärtner herrichten lassen, dann sind auch dessen Kosten absetzbar.

Koch und Küchenhilfen: Es gibt Köche, die man sich nach Hause bestellen kann, und die dann dort das Essen zubereiten, servieren, später den Tisch wieder abräumen und vielleicht sogar das Geschirr spülen. Auch das trägt zum Steuernsparen bei.

Caterer: Kosten für einen Caterer werden nur dann anerkannt, wenn dieser in Ihrem Haushalt tätig wird – also beispielsweise einen Grill oder Flammkuchenofen im Garten aufbaut und diesen bedient. Das bloße Anliefern von fertig zubereiteten Speisen interessiert das Finanzamt nicht.

Barkeeper: Wenn Sie einen Barkeeper bestellen, der bei Ihnen zuhause Drinks für die Gäste mixt, dürfen Sie auch ihn in Ihrer Steuererklärung erwähnen.

Wie funktioniert der Steuerabzug?

Zunächst einmal gilt: Steuerlich berücksichtigt werden nur die Arbeitskosten, nicht die Kosten für das verbrauchte Material. Achten Sie also darauf, dass die Posten in der Rechnung getrennt voneinander aufgeführt werden.

Außerdem brauchen Sie die Rechnung des Handwerkers oder Dienstleisters. Diese dürfen Sie auf gar keinen Fall bar bezahlen, sondern müssen den Betrag auf das Konto des Handwerkers bzw. Dienstleisters überweisen. Heben Sie Rechnung und Einzahlungsbeleg gut auf – Sie müssen diese Unterlagen zwar nicht mit der Steuererklärung einreichen, das Finanzamt kann aber jederzeit verlangen, dass Sie ihm die Unterlagen vorlegen.

Die Steuerermäßigung erhalten Sie auf Antrag. Dazu machen Sie im Mantelbogen Ihrer Steuererklärung auf Seite 3 die entsprechenden Angaben.

Im Steuerbescheid wird die Steuerermäßigung nicht bei den steuerpflichtigen Einkünften, sondern bei der Berechnung der Steuer direkt von Ihrer tariflichen Einkommensteuer abgezogen und entsprechend auch bei der Berechnung des Solidaritätszuschlags sowie ggf. der Kirchensteuer steuermindernd berücksichtigt.

Gibt es einen Höchstbetrag?

Bei haushaltsnahe Beschäftigungen und Dienstleistungen werden 20 % der Aufwendungen, insgesamt aber höchstens 4.000 € im Jahr abgezogen. Den Höchstbetrag erreichen Sie bei Aufwendungen von 20.000 € im Jahr.

Bei Handwerkerleistungen werden 20 % der Aufwendungen, aber insgesamt höchstens 1.200 € im Jahr abgezogen. Den Höchstbetrag erreichen Sie bei Aufwendungen von 6.000 € im Jahr.

Diese Steuerermäßigungen können Sie nebeneinander beanspruchen! In der Steuererklärung geben Sie jeweils den Gesamtbetrag Ihrer Aufwendungen an, das Finanzamt berechnet dann den abzugsfähigen Teil.

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