Fahrtenbücher und das Chi: Esoterik im Finanzamt? (Glosse)

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Bei Fahrtenbüchern scheinen Deutschlands Finanzbeamte von vornherein misstrauisch zu sein. Anders lässt es sich nicht erklären, dass immer öfter der so genannte »Chi-Quadrat-Test« angewendet wird.

Dabei handelt es sich um eine Methode aus der Statistik. Sie geht davon aus, dass der prozentuale Anteil aller vorkommenden Zahlen von 0 bis 9 etwa gleich verteilt ist. Daraus folgt: Auch in einem Fahrtenbuch muss jede Zahl ungefähr gleich oft vorkommen. Ist das nicht der Fall, spricht das für ein schlechtes Chi. Insider wissen dass, es sich beim Chi um Atem oder Fluidum handelt, die Lebensenergie in der traditionellen Chinesischen Medizin oder: die einzige konstante Wirklichkeit. Die darf in einem Fahrtenbuch natürlich nicht fehlen.

Der »Chi-Quadrat-Test« geht weiter davon aus, dass jeder Mensch eine Vorliebe oder Abneigung bezüglich bestimmter Zahlen hat. Wer z.B. die »8« besonders gern mag, wird viele Fahrten über 88km angeben, die am 8. eines Monats stattgefunden haben und um 8 Uhr morgens begannen. In der griechischen Zahlenmythologie steht die »8« u.a. für Gerechtigkeit, in der Bibel für einen Neuanfang. Parallelen mit der Akzeptanz eines Fahrtenbuches sind hier rein zufällig...

In China ist »8« übrigens eine Glückszahl. Also vielleicht doch DIE Zahl, die in Ihrem Fahrtenbuch häufig genannt werden sollte?

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