Erste Musterverfahren: Studienkosten weiter als Werbungskosten abziehbar?

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Seit 2004 dürfen Kosten eines Erststudiums und einer ersten Berufsausbildung nur noch begrenzt als Sonderausgaben abgezogen werden. Experten halten diese Regelung für verfassungswidrig. Nun sind erste Musteklagen anhängig. Profitieren Sie von diesen Verfahren mit unserem Mustereinspruch.

Für die meisten Steuerzahler wäre es günstiger, die Kosten des Studiums oder der Ausbildung als Werbungskosten abzusetzen. Grund: Während der Lehrjahre haben sie keine Einkünfte. Jeder Euro, der für die Ausbildung oder das Studium aufgewendet wird, führt zu einem Minus. Diesen Verlust verrechnet der Fiskus mit Einkünften in späteren Jahren.

Erkennt das Finanzamt die Aufwendungen aber nur als Sonderausgaben an, wirken sie sich oft nicht aus. Denn Sonderausgaben werden nur bis 0 Euro abgezogen. Sie können keinen steuerlichen Verlust verursachen.

Weil dem Gesetzgeber die für den Steuerzahler günstigere Regelung zu teuer war, änderte er mit Wirkung zum 1.1.2004 das Gesetz. Er strich kurzerhand den Werbungskostenabzug. Das verstößt gegen die Systematik des Steuerrechts und damit auch gegen das Grundgesetz, glauben viele Experten.

Wenn Sie betroffen sind, sollten Sie Studien- und Ausbildungskosten in Ihrer Steuererklärung als Werbungskosten auf der Anlage N geltend machen. Erkennt das Finanzamt dies nicht an, sollten Sie Einspruch einlegen und auf die anhängigen Verfahren verweisen (FG Niedersachsen Az. 1 K 405/05 und FG des Saarlandes Az. 2 K 307/05).

Beantragen Sie Ruhen des Verfahrens. Achtung: Sie haben keinen Anspruch auf die Verfahrensruhe, weil die Klage noch in erster Instanz verhandelt wird. Erst wenn sich der BFH damit beschäftigt, muss das Finanzamt Ihrem Antrag stattgeben.

Zum Mustereinspruch (€ 1,90)

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