Ein falsches Geburtsdatum in der Steuererklärung dürfen Sie nachträglich korrigieren!

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Manchmal hängt die Höhe der Steuer vom Alter ab. Vor allem bei der Rentenbesteuerung geht es dann um viel Geld, wenn Sie versehentlich ein falsches Geburtsdatum angegeben haben. Das FG Baden-Württemberg zwingt die Finanzämter jetzt zur Kulanz.

Bei einigen Rentenarten wird nur der sogenannte Ertragsanteil besteuert. Dessen Höhe richtet sich unter anderem nach dem Alter des Renten-Empfängers. Zu Beginn der Rentenzahlung ermittelt das Finanzamt den Ertragsanteil. In den Folgejahren wird dieser Wert dann ungeprüft übernommen.

Trägt ein Steuerzahler im Jahr des Rentenbeginns versehentlich ein falsches Geburtsdatum ein und macht sich jünger als er eigentlich ist, dann berechnet das Finanzamt den Ertragsanteil zu hoch. Folge: Über die gesamte Bezugszeit setzt es zu hohe Steuern fest.

Bemerkt der Steuerzahler diesen Fehler, kann er den Schaden begrenzen. Für alle Jahre, für die die Festsetzungsfrist noch nicht abgelaufen ist, muss das Finanzamt auf Antrag den Bescheid korrigieren: Dabei wird nachträglich sowohl das falsche Geburtsdatum in der Steuererklärung berichtigt als auch die Höhe der Steuer, soweit sie vom Alter des Steuerzahlers abhängt.

Steuerexperten sprechen von einer "offenbaren Unrichtigkeit", für die es in § 129 AO eine spezielle Änderungsvorschrift gibt (FG Baden-Württemberg Urteil vom 26.1.2009, Az. 6 K 150/06).

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