EC-Karten: Karte und Geheimzahl unbedingt getrennt aufbewahren!

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Betrügereien mit ec-Karten mehren sich. Und immer öfter kommt es zum Streit vor Gericht. So verhandelte das Landgericht München einen Fall, bei dem ein Kunde seine Bank auf Erstattung von ? 1.000,- verklagte, die ein ec-Kartendieb vom Konto des Kunden abgehoben hatte. Doch die Bank weigerte sich und verwies auf ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Danach müsse der Karteninhaber dafür sorgen, "dass keine andere Person Kenntnis von der persönlichen Geheimzahl erlangt".

Während der Kunde beteuerte, Karte und Geheimzahl getrennt aufbewahrt zu haben, waren das Amtsgericht München und später auch das Landgericht München der Auffassung, dass der Kunde dies nicht habe glaubhaft nachweisen können. Es sei davon auszugehen, dass der Mann die Geheimzahl mit der Karte aufbewahrt und sich damit grob fahrlässig verhalten habe. Mit diesen Feststellungen wies das Landgericht die Berufung als unbegründet zurück, das Urteil ist rechtskräftig (Az. 6 S 21425/03).

Unser Geldtipp:
Kann ein Kartendieb mit gestohlener Karte und Geheimzahl problemlos Bargeld abheben, brauchen Sie als Geschädigter schon sehr gute Argumente, um die Bank mit Erfolg auf Ersatz des entwendeten Betrages zu verklagen. Insbesondere dürfte es Ihnen in diesen Fällen nur schwer gelingen, die Unterstellung zu entkräften, dass Sie Scheckkarte und Geheimzahl zusammen aufbewahrt haben!

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