Die Renten sinken

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Zum 1. April 2004 stehen kräftige Einschnitte bei den gesetzlichen Renten an. Schon der Jahreswechsel hat vielen Rentnern reale Einkommenseinbußen beschert. Doch nun trifft es alle. So müssen ab April 2004 die gesetzlichen Ruheständler den vollen Beitrag zur sozialen Pflegeversicherung von 1,7 Prozent allein tragen. Bisher hatten sie nur die Hälfte zu entrichten. Bei einer Bruttorente von monatlich 1.200 Euro erhöht sich dieser Beitrag von 10,20 auf 20,40 Euro im Monat, wie das Bundesministerium vorrechnet. Ebenfalls ab April 2004 werden die Renten am letzten Bankarbeitstag des Vormonats ausgezahlt. Bisher war es ein Tag früher. Da Mieten im Allgemeinen erst Anfang des Monats fällig würden, entstünden den Rentnern dadurch keine finanziellen Nachteile, meint man im Ministerium.

Längere Wartezeit für Neurentner

Wer seine Rente erstmals im April 2004 erhält, muss allerdings mehr Geduld haben. Denn die Neurentner und Neurentnerinnen erhalten ihre Rente erst zum Monatsende ausbezahlt. Für die bisherigen Ruheständler ändert sich in dieser Hinsicht dagegen nichts. Sie bekommen ihre Renten unverändert im Voraus. Damit, so heißt es erklärend aus dem Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung, trügen die Ruheständler ihren Teil dazu bei, dass der Beitragssatz in der gesetzlichen Rentenversicherung bei 19,5 Prozent bleibt.

Verschlechterung schon zum Jahreswechsel

Schon der Jahreswechsel hat viele Rentner bares Geld gekostet. Denn das GKV-Modernisierungsgesetz, das zum 1. Januar 2004 in Kraft getreten ist, unterwarf sämtliche Bezüge aus betrieblichen Altersvorsorge-Einrichtungen der vollen Beitragspflicht in der Krankenversicherung der Rentner. Nach § 229 des 5. Sozialgesetzbuches unterlagen zwar solche Einkünfte schon immer der Beitragspflicht, doch bisher bei Pflichtversicherten nur zur Hälfte. Einmalzahlungen aus Direktversicherungen werden dazu fiktiv in Renten umgerechnet. Ein Einhundertzwanzigstel des Gesamtbetrages gilt als Monatsrente.

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