Der Sparer-Freibetrag sinkt - Sie müssen Ihre Freistellungsaufträge anpassen

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Ab 2004 wird der Sparer-Freibetrag von ? 1.550,- für Ledige und ? 3.100,- für Verheiratete auf ? 1.370,- bzw. ? 2.740,- gekürzt. Der Werbungskosten-Pauschbetrag von ? 51,- bzw. ? 102,- bleibt unverändert.

Diese Neuregelung betrifft alle, die für ihre Konten, Sparbücher oder Depots in der Vergangenheit Freistellungsaufträge erteilt haben oder künftig erteilen wollen . Durch den Freistellungsauftrag werden Kapitalerträge bis zum Freistellungshöchstbetrag gutgeschrieben, ohne dass die Bank Zinsabschlag- oder Kapitalertragsteuer einbehält. Der Freistellungshöchstbetrag ergibt sich als Summe von Sparer-Freibetrag und Werbungskosten-Pauschbetrag.

Ab 1 .1 .2004 gilt für alle Freistellungsaufträge (d.h. für neue und bestehende) Folgendes:

  • Höchstbetrag für Alleinstehende: ? 1.421,- (bisher ? 1.601,-)
  • Höchstbetrag für Verheiratete: ? 2.842,- (bisher ? 3.202,-)

Das bedeutet konkret:

Sie haben nur bei einem Kreditinstitut einen Freistellungsauftrag erteilt

Sie müssen nichts weiter veranlassen, da das Kreditinstitut Ihren Freistellungsauftrag automatisch an die neuen Freistellungshöchstbeträge anpasst bzw.einen neuen Auftrag nur bis zu diesen Beträgen zulässt. Ein vor 2004 erteilter Auftrag unterhalb der neuen Höchstbeträge wird unverändert fortgeführt.

Sie haben bei verschiedenen Kreditinstituten Freistellungsaufträge erteilt

Sie dürfen mit allen Freistellungsaufträgen zusammen den Höchstbetrag von ? 1.421,- bzw. ? 2.842,- nicht überschreiten. Sofern Sie bisher den Freistellungshöchstbetrag voll ausgeschöpft haben, müssen Sie mindestens einen Ihrer Freistellungsaufträge so reduzieren, dass Sie die neue Höchstgrenze einhalten. Das müssen Sie bei dem oder den entsprechenden Banken veranlassen.

Beispiel:
Sie haben als Alleinstehender bisher Freistellungsaufträge bei der Bank A in Höhe von ? 1.250,- und bei der Bank B von ? 300,- erteilt. Weder Bank A noch Bank B ändern von sich aus den Freistellungsauftrag, da bei keinem der beiden Institute der Höchstbetrag ausgeschöpft wird. Sie müssen selbst bei einer der beiden Banken den Freistellungsauftrag reduzieren.

Übrigens: Da die Banken Ihren Namen und Ihre Anschrift, die Höhe der Freistellungsaufträge sowie der Zinserträge und Dividenden an das Bundesamt für Finanzen melden müssen, lohnt sich Schummeln hierbei nicht.

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