Bis Ende Dezember Riester-Zulage sichern!

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Riester-Sparer können noch bis Ende des Jahres die Zulage für das Jahr 2008 beantragen. Wie das geht, erklären wir Ihnen hier.

Um die Zulagen zu bekommen, müssen Sie einen Antrag stellen. Dies machen Sie bei der Bank, Sparkasse oder Versicherung, bei der Sie den Altersvorsorgevertrag abgeschlossen haben. In den allermeisten Fällen wird Ihr Anbieter Ihnen ein bereits vorausgefülltes Antragsformular zuschicken. Haben Sie mehrere Verträge abgeschlossen, müssen Sie im Antrag festlegen, auf welche Verträge die Zulage eingezahlt werden soll.

Den Antrag müssen Sie spätestens bis zum Ende des zweiten Kalenderjahrs stellen, das auf das jeweilige Beitragsjahr folgt (§ 89 Abs. 1 EStG). Für das Jahr 2010 zum Beispiel müssen Sie bis Ende 2012 den Antrag einreichen.

Alles Weitere erledigt Ihr Anbieter für Sie. Er teilt zum Beispiel der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) bei der Deutschen Rentenversicherung Bund Ihre Vertragsdaten, die für die Kinderzulage erforderlichen Daten und Ihre gezahlten Beiträge mit. Anhand der übermittelten Daten berechnet die ZfA Ihre Zulage. Diese wird an Ihren Anbieter überwiesen, der die Zulage Ihrem Altersvorsorgevertrag gutschreibt (§ 90 EStG). Die ZfA ist übrigens für alle förderberechtigten Personen zuständig, auch für Beamte (§§ 89 Abs. 2 Satz 2, 81 EStG).

Steuertipp
Haben Sie keine Lust, sich jedes Jahr mit dem Antrag herumzuschlagen? Beauftragen Sie einfach Ihren Anbieter, dass er für Sie den jährlichen Antrag auf die Zulage stellt. Dann haben Sie selbst keine Arbeit mehr damit. Die Bevollmächtigung Ihres Anbieters können Sie selbstverständlich widerrufen. Haben Sie zum Beispiel Ihren Anbieter beauftragt, für das Jahr 2011 den Zulagenantrag zu stellen, können Sie dies bis Ende 2011 widerrufen (§ 89 Abs. 1a EStG).

Denken Sie daran: Alle Änderungen, die sich auf die Höhe der Zulagen auswirken können, müssen Sie auch weiterhin dem Anbieter mitteilen. Das gilt zum Beispiel, wenn sich Ihr Gehalt verändert oder Sie für ein Kind kein Kindergeld mehr bekommen (§ 89 Abs. 1 Satz 5 EStG).

Eigenbeiträge und staatliche Zulagen als Sonderausgaben geltend machen

Die Zulagen für Ihren Altersvorsorgevertrag sind nur ein Teil der Förderung. Darüber hinaus können Sie Ihre Eigenbeiträge und die staatlichen Zulagen als Sonderausgaben geltend machen (§ 10a EStG).

Möchten Sie den Sonderausgabenabzug in Anspruch nehmen, muss die Zulage auf Ihren Erstattungsanspruch hierfür angerechnet werden. Grund: Es darf keine doppelte Förderung geben.

Die Steuerermäßigung durch den Sonderausgabenabzug wird nicht wie die Zulage Ihrem Altersvorsorgevertrag gutgeschrieben. Sie wird Ihnen stattdessen direkt mit der Steuererstattung ausbezahlt bzw. entsprechend weniger Steuern müssen Sie nachzahlen. Um den Sonderausgabenabzug zu bekommen, müssen Sie die Anlage AV zur Einkommensteuererklärung ausfüllen.

Die Riester-Rente im Überblick

  • Gefördert werden vor allem in der inländischen gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversicherte Arbeitnehmer und Beamte.
  • Mit der Riester-Rente wird vor allem die private Altersvorsorge gefördert. Aber auch für eine betriebliche Altersvorsorge gibt es die Riester-Förderung. Bei der privaten Altersvorsorge sind nur zertifizierte Altersvorsorgeverträge begünstigt.
  • Die Riester-Förderung endet mit dem Übergang in die Altersrente bzw. den Ruhestand, spätestens mit der Vollendung des 67. Lebensjahres.
  • Die Förderung besteht zum einen aus einer Altersvorsorgezulage: Es gibt eine Grund- und eine Kinderzulage. Die Grundzulage beträgt € 154,00. Die Höhe der Kinderzulage hängt vom Geburtsdatum des jeweiligen Kindes ab: Für ab 1.1.2008 geborene Kinder liegt sie bei 300 Euro, für die vorher geborenen Kinder bei 185 Euro
  • Es wird immer ein Zulagenanspruch zugrunde gelegt. Das Finanzamt führt eine Günstigerprüfung durch, wenn in der Steuererklärung die Berücksichtigung der Aufwendungen nach § 10a EStG beantragt und die erforderliche Bescheinigung beigefügt wird.
  • Um die Zulage in voller Höhe zu bekommen, müssen Sie einen Eigenbeitrag leisten. Er liegt bei 4 % der im vorangegangenen Kalenderjahr erzielten Einnahmen abzüglich der Ihnen zustehenden Zulagen (Mindesteigenbeitrag).
  • Das angesparte Kapital wird Ihnen im Regelfall als Rente ausbezahlt. Einmalauszahlungen sind grundsätzlich nicht möglich. Mit dem angesparten Kapital können Sie also nicht machen, was Sie wollen. Die Rentenzahlungen müssen Sie grundsätzlich in voller Höhe versteuern.

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