Big Brother-Gewinn ist einkommensteuerpflichtig

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Hat tatsächlich noch jemand die 5. Staffel von Big Brother gesehen? Der damalige Sieger hatte geklagt, weil er auf seinen Gewinn Einkommensteuer zahlen sollte. Jetzt entschied der BFH: Ja, muss er wirklich.

Männer-Model Sascha Sirtl hatte 2005 eine Million Euro gewonnen – die Hälfte davon muss er jetzt als Einkommensteuer an den Fiskus abgeben.

Eigentlich sind Gewinne steuerfrei. Der BFH geht hier jedoch davon aus, dass es sich bei dem Preisgeld um eine sonstige Einnahme handelt. Die spezielle Art der Mitwirkung an der Unterhaltungssendung, so das Urteil, mache den Schritt von einer reinen Spieltätigkeit zur steuerlich relevanten Leistung aus.

Kandidat erbringt steuerpflichtige sonstige Leistung

Die Leistung des Herrn Sirtl bestand dabei in der vertragsgemäßen Tätigkeit, sich für die Durchführung der Fernsehproduktion rund um die Uhr filmen und belauschen zu lassen, Aufzeichnungen zu dulden und entsprechend verwerten zu lassen. Als Gegenleistung dafür wurde ihm vertraglich die Chance auf den Projektgewinn in Höhe von einer Million Euro zugesagt. Auf die Höhe der Gewinnchance, erklärten die Richter, komme es nicht an (BFH-Urteil vom 24.2.2012, IX R 6/10 ).

Wie viel Geld bekommen die Kandidaten?

Wer wissen möchte, was zum Teilnahmevertrag bei Big Brother gehört, dem sei die Lektüre des Urteils empfohlen. Ausschnitte des Vertrags sind im Bereich Tatbestand des BFH-Urteils zitiert.

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