Beschwerdebegründung: Weniger ist mehr

 - 

Das erklärten die Richter des BFH einem Kläger, dessen Beschwerdebegründung aus mehreren hundert Seiten bestand - umfangreiche Kopien inklusive. Folge: Die Beschwerde wurde als unzulässig betrachtet und verworfen.

"Es ist nicht Aufgabe des Beschwerdegerichts, sich aus einer derartigen Beschwerdebegründung das herauszusuchen, was möglicherweise zur Darlegung eines Zulassungsgrundes i.S. des § 116 Abs. 3 Satz 3 FGO geeignet sein könnte" begründeten die Richter ihr Urteil. Neben der eigentlichen Beschwerde ging es nämlich in der mehrere hundert Seiten umfassende Beschwerdebegründung gleichzeitig um sieben weitere Nichtzulassungsbeschwerden gegen andere Urteile des gleichen FG.

Dieses umfangreiche - aber scheinbar ziemlich unordentliche - Material entspreche nicht den Anforderungen an eine Beschwerdebegründung, urteilte der BFH. Diese erfordert ein Mindestmaß an Klarheit, Geordnetheit und Verständlichkeit des Vortrags. Dabei gibt es zwar einen Spielraum - aber auch dessen Grenzen sind irgendwann überschritten (BFH, Beschluss vom 23.7.2008, Az. VI B 78/07).

Weitere News zum Thema

  • Steuertermine Dezember 2018

    [] Hier finden Sie die aktuellen Termine für die Abgabe Ihrer Steuererklärungen und für Ihre Steuervorauszahlungen. mehr

  • Existenzminimum liegt ab 2019 bei 9.168 Euro

    [] Das sächliche Existenzminimum für einen Alleinstehenden beträgt im nächsten Jahr 9.168 Euro. Für das Jahr 2020 wurde dieser Wert mit 9.408 Euro berechnet. Bis zu dieser Höhe müssen Einnahmen steuerfrei sein. mehr

  • Spenden von der Steuer absetzen

    [] Geldspenden oder Sachspenden an gemeinnützige Organisationen können Sie in der Steuererklärung geltend machen. Bei Spenden bis 200 € geht das sogar ohne offizielle Spendenbescheinigung. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.