Beschwerdebegründung: Weniger ist mehr

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Das erklärten die Richter des BFH einem Kläger, dessen Beschwerdebegründung aus mehreren hundert Seiten bestand - umfangreiche Kopien inklusive. Folge: Die Beschwerde wurde als unzulässig betrachtet und verworfen.

"Es ist nicht Aufgabe des Beschwerdegerichts, sich aus einer derartigen Beschwerdebegründung das herauszusuchen, was möglicherweise zur Darlegung eines Zulassungsgrundes i.S. des § 116 Abs. 3 Satz 3 FGO geeignet sein könnte" begründeten die Richter ihr Urteil. Neben der eigentlichen Beschwerde ging es nämlich in der mehrere hundert Seiten umfassende Beschwerdebegründung gleichzeitig um sieben weitere Nichtzulassungsbeschwerden gegen andere Urteile des gleichen FG.

Dieses umfangreiche - aber scheinbar ziemlich unordentliche - Material entspreche nicht den Anforderungen an eine Beschwerdebegründung, urteilte der BFH. Diese erfordert ein Mindestmaß an Klarheit, Geordnetheit und Verständlichkeit des Vortrags. Dabei gibt es zwar einen Spielraum - aber auch dessen Grenzen sind irgendwann überschritten (BFH, Beschluss vom 23.7.2008, Az. VI B 78/07).

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