Behinderten-Pauschbetrag des Kindes: Übertragung auf getrennt veranlagte Eltern immer 50:50?

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Steht einem Kind ein Behinderten-Pauschbetrag zu, dann entfaltet er oft keine oder nur eine geringe steuermindernde Wirkung: Das behinderte Kind zahlt oft mangels steuerpflichtigem Einkommen ohnehin keine Steuern. Deshalb sollen Sie als Eltern in den Genuss dieser Steuervergünstigung kommen, denn letztlich sind es Sie, die den behinderungsbedingten Mehraufwand tragen.

Grundsätzlich bekommt jeder Elternteil den halben Pauschbetrag. Sie können aber gemeinsam jede andere Aufteilung wählen. Steuerliche Auswirkungen hat die Aufteilung aber nur, wenn Sie sich getrennt veranlagen lassen.

Leider kommt es immer wieder vor, dass der Finanzbeamte Mutter und Vater jeweils 50% zurechnen will, wenn Sie sich getrennt veranlagen lassen und sich dabei auf § 26 a Abs. 2 Satz 2 Halbsatz 2 EStG beruft. Unseres Erachtens hat der Gesetzgeber aber schlicht und ergreifend vergessen, diese Regelung zu streichen: Gemäß § 33 b Abs. 5 EStG können selbst unverheiratete Eltern eine andere Aufteilung wählen. Es ist nicht einzusehen, weshalb das bei der getrennten Veranlagung nicht möglich sein sollte.

Steuertipp
Nun brauchen Sie nicht mehr lange mit dem Finanzbeamten zu diskutieren. Legen Sie einfach Einspruch ein, wenn der Beamte Ihrer Wahl nicht folgen will. Beantragen das Ruhen des Verfahrens und verweisen auf die vor dem BFH anhängige Revision (FG Köln, Urteil vom 25.10.2010, Az. 1 K 2939/10; Az. der Revision III R 1/11).

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