Bankrecht: Kreditkartenbesitzer haften für Zusatzkarte, bis Rückgabe erfolgt ist

 - 

Nachdem sich ein Ehepaar getrennt hatte, nutzte der Mann seine Zusatzkreditkarte weiter. Die Ehefrau ließ die Karte daraufhin zwar sperren und kündigte bei dem Kreditkartenunternehmen den Vertrag. Das nützte ihr allerdings wenig. Die Rechnung in Höhe von ca. ? 2.800,00 musste Sie dennoch bezahlen, denn Kreditkarteninhaber haften für den Missbrauch einer Zusatzkarte bis zu ihrer Rückgabe. Die Kündigung des Vertrages reicht nicht aus.
(OLG Oldenburg, Urteil v. 19.7.2004, Az. 15 U 37/04)

Unser Rechtstipp:

Wenn Sie in vergleichbarer Situation einer Haftung entgehen wollen, lassen Sie sich die Zusatzkarte von Ihrem Ehepartner so schnell wie möglich zurückgeben. Notfalls müssen Sie im Wege der einstweiligen Verfügung gegen Ihren Ehepartner vorgehen. Denn auf die Haftungsbeschränkung wie bei Diebstahl oder Verlust der Karte können Sie sich hier nicht berufen. Schließlich beruht die Ausgabe der Zusatzkarte darauf, dass das Kreditkartenunternehmen auf Ihre Bonität vertraut.

Ist das Kind schon in den Brunnen gefallen, bleibt Ihnen die Möglichkeit, bei dem Zusatzkarteninhaber Regress zu nehmen.

Weitere News zum Thema

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.