Bankinterne Verlustverrechnung in der Steuererklärung bindend?

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Nach Auffassung der Finanzverwaltung kann die bankinterne Verlustverrechnung über die Steuererklärung nicht mehr aufgelöst bzw. rückgängig gemacht werden, um sie vom Finanzamt überprüfen zu lassen. Ob dies so in Ordnung geht, ist Gegenstand einer Revision beim BFH.

Im Streitfall geht es um eine depotübergreifende Verrechnung von positiven und negativen Kapitalerträgen aus Depots bei verschiedenen Banken. Durch Rückgängigmachung der bankinternen Verrechnungen würde sich für den Anleger ein höherer Betrag an Neugewinnen ergeben, der mit seinen Altverlusten in der Steuererklärung 2013 verrechnet werden könnte (BFH-Az. VIII R 23 / 15).

Hintergrund

Unterhalten Sie Ihr Konto oder Depot bei einem Kreditinstitut in Deutschland, muss dieses Ihre positiven Kapitalerträge, die der Abgeltungsteuer unterliegen, mit Ihren negativen Kapitalerträgen verrechnen (§ 43a Abs. 3 Satz 2 EStG). Weil Verluste aus Aktienverkäufen nur mit Gewinnen aus Aktienverkäufen verrechenbar sind, muss Ihre Depotbank zwei Verlustverrechnungstöpfe bilden (einen für Aktienverluste, einen für die übrigen Kapitalverluste). Während des Jahres werden Kursgewinne aus Aktienverkäufen einerseits sowie Zinsen, Dividenden und Gewinne aus sonstigen Wertpapierveräußerungen und Termingeschäften andererseits von Ihrer Depotbank zeitnah mit Verlusten aus dem zugehörigen Topf verrechnet.

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