Auch Sachspenden sind Sonderausgaben!

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Nicht nur Geldspenden sind als Sonderausgaben abzugsfähig - auch Sachspenden dürfen Sie in vielen Fällen steuerlich geltend machen! Lesen Sie hier, was Sie dabei beachten müssen.

Sachspenden sind steuerlich abziehbar, wenn die gespendete Sache für steuerbegünstigte Satzungszwecke verwendet wird (§ 10 b Abs. 3 Satz 1 EStG). Dazu gehören

  • die ideellen steuerbegünstigten Zwecke des Vereins und
  • die sogenannten Zweckbetriebe des Vereins, wie z.B. eine Tombola, wenn die Lotterie oder Ausspielung von den zuständigen Behörden genehmigt wurde und der Reinertrag unmittelbar und ausschließlich zur Förderung steuerbegünstigter Zwecke verwendet wird (§ 68 Nr. 6 AO).

Nicht begünstigt sind hingegen Spenden für einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb des Vereins. Dazu gehören z.B. Vereinsfeste, Basare und Flohmärkte.

Sachspenden aus dem Privatvermögen sind grundsätzlich mit dem gemeinen Wert des Wirtschaftsguts abziehbar. Das ist der Markt- bzw. Verkehrswert, der im gewöhnlichen Geschäftsverkehr nach der Beschaffenheit des Gegenstandes zu erzielen wäre. Dabei gilt:

  • für neue Gegenstände: Der Wert ist identisch mit dem Einkaufspreis, den Sie gegenüber dem Aussteller der Zuwendungsbestätigung durch den Kaufbeleg nachweisen können.
  • für gebrauchte Gegenstände: Der Wert wird bestimmt durch den Preis, der bei einem Verkauf zu erzielen wäre. Dabei spielen natürlich die Art des Gegenstandes und sein Zustand eine bedeutende Rolle.

Beispiele:

  • Sie spendieren der F-Jugend-Fußballmannschaft Ihres Sohnes zehn neue Fußbälle. Als Wert setzen Sie den Preis an, den Sie dafür im Laden gezahlt haben.
  • Sie spenden dem Fußballverein Ihren alten Sitz-Rasenmäher. Um den Wert zu ermitteln, schauen Sie z.B. im Anzeigenteil Ihrer Zeitung nach, was für einen solchen Rasenmäher noch bezahlt wird.

Vor allem für gebrauchte Kleidung stellen viele Organisationen keine Zuwendungsbestätigungen aus. Grund ist die sogenannte Ausstellerhaftung nach § 10 b Abs. 4 EStG. Danach haftet die Organisation mit 30% des bescheinigten Wertes, wenn sie eine unrichtige Zuwendungsbestätigung ausstellt. Und dazu gehört auch eine überhöhte Wertangabe bei Sachspenden.

Lesen Sie hier weiter:
Sachspenden müssen ganz genau nachgewiesen werden

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