Arbeitszimmer künftig wieder absetzbar

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Ab 2011 können alle, denen der Arbeitgeber keinen Arbeitsplatz zur Verfügung stellt, ihr Arbeitszimmer wieder bei den Werbungskosten angeben.

Damit zieht der Gesetzgeber die Konsequenzen aus dem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 6.7.2010 (Az. 2 BvL 13/09). Damals hatten die Richter entschieden: Die seit 2007 eingeschränkte Absetzbarkeit von Arbeitszimmerkosten verstößt teilweise gegen das Grundgesetz.

Ab 2011 können Arbeitnehmer, die zu Hause ein Arbeitszimmer haben und vom Arbeitgeber keinen Arbeitsplatz gestellt bekommen, ihre Kosten wieder von der Steuer absetzen - bis maximal 1.250 Euro.

Betroffen sind vor allem Lehrer, Handelsvertreter und Außendienstmitarbeiter. Die Neuregelung gilt rückwirkend auch für alle noch offenen Fälle ab 2007.

Weitere wichtige Änderungen aus dem Jahressteuergesetz:

  • Um bei der Bank einen Freistellungsauftrag zu beantragen, müssen Sie künftig Ihre Steuer-Identifikationsnummer vorlegen.
  • Eingetragene Lebenspartnerschaften werden bei der Erbschaftsteuer mit Ehen gleichgestellt.
  • Bezieher von Arbeitslosengeld II können die staatliche Riester-Förderung erhalten.
  • Die Information der Arbeitnehmer über die erstmals gebildeten elektronisch gespeicherten Lohnsteuerabzugsmerkmale (ELStAM) erfolgt durch die Finanzämter und nicht durch die Arbeitgeber. Dadurch werden hohe Bürokratiekosten bei den Arbeitgebern vermieden.

Der Bundestag hat das Jahressteuergesetz 2010 am 28.10.2010 beschlossen. Der Bundesrat soll sich am 26.11.2010 abschließend mit dem Gesetz befassen.

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