Arbeitgeber erstattet Unfallkosten: Steuerliche Behandlung

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Bei Eis und Schnee ist ein Unfall schnell passiert. Übernimmt oder erstattet Ihnen der Arbeitgeber Unfallkosten, macht es steuerlich einen gehörigen Unterschied, ob sich der Unfall auf einer dienstlichen Fahrt oder auf einer Fahrt zwischen Wohnung und Arbeitsstätte ereignet hat.

  • Bei einem Unfall auf dienstlicher Fahrt sind die Ersatzleistungen des Arbeitgebers für Sie steuerfrei, denn es handelt sich um den Ersatz von sog. Reisenebenkosten.
  • Hat sich der Unfall auf einer Fahrt zwischen Wohnung und Arbeitsstätte ereignet, stellen die Ersatzleistungen des Arbeitgebers für Sie Werbungskostenersatz dar, und dieser ist steuerpflichtig. Aber: Der Arbeitgeber kann die Erstattung pauschal mit 15% versteuern, weil die Unfallkosten hier Werbungskosten nach § 9 Abs. 1 Nr. 4 EStG sind.
  • Ereignet sich ein Unfall im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung in den ersten zwei Jahren auf der ersten Hin- oder letzten Rückfahrt oder der wöchentlichen Heimfahrt, darf der Arbeitgeber die Unfallkosten ebenfalls steuerfrei erstatten (§ 3 Nrn. 13 und 16 EStG).
  • Bei einem Unfall im Rahmen einer Einsatzwechseltätigkeit ist die Ersatzleistung des Arbeitgebers steuerfrei, wenn die Fahrtkosten der betreffenden Unfallfahrt mit der Dienstreisepauschale absetzbar waren. Ist die Fahrt nur mit der Entfernungspauschale abziehbar, erfolgt die gleiche Behandlung wie bei Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte.
  • Steht der Unfall im Zusammenhang mit einem beruflichen Umzug, gehören die Unfallkosten zu den Umzugskosten. Und Umzugskosten darf der Arbeitgeber steuerfrei erstatten (§ 3 Nrn. 13 und 16 EStG).
  • Übernimmt der Arbeitgeber die Kosten für einen Unfall auf einer Privatfahrt, ist diese Leistung stets als Arbeitslohn zu versteuern.

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