Anschläge vom 11. September als Kündigungsgrund anerkannt

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Eine Reisende hatte vor dem 11. September 2001 für die Zeit vom 24. bis 30.11.2001 eine Pauschalreise nach New York gebucht. Nach den Terroranschlägen stornierte sie am 26.9.2003 die Reise und verlangte ihre Anzahlung zurück. Der Reiseveranstalter stellte sich dagegen auf den Standpunkt, sie habe keinen triftigen Grund, die Reise zu stornieren.

Das Landgericht Frankfurt/Main musste deshalb entscheiden, ob die Terroranschläge des 11. September "höhere Gewalt" und damit einen Stornierungsgrund für Reisen in die USA darstellen. Grundsätzlich sind "flächendeckende bürgerkriegsähnliche Zustände" erforderlich, um nach einer Kündigung einer gebuchten Reise kostenfrei zurücktreten zu können. Ein einzelner Terroranschlag reicht nicht, um eine Reise zu stornieren. Ausnahme: Die Anschläge auf das World Trade Center und das Pentagon erfüllen angesichts des bis dahin nicht gekannten Ausmaßes terroristischer Gewalt die Anforderungen an das Vorliegen des Stornierungsgrundes der "höheren Gewalt" (LG Frankfurt/Main, Urteil v. 22.5.2003, NJW 2003 S. 2618, Az. 2/24 S 239/02).

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