Aktientausch ab 2010 auch bei Inlandsbeteiligungen steuerneutral

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Der Tausch von Aktien bei einer Unternehmensfusion oder -aufspaltung führte bisher zur Steuerpflicht, wenn die beteiligten Aktiengesellschaften ihren Sitz in Deutschland hatten. Das wird nun geändert.

Was bisher nur für Auslandsbeteiligungen galt, gilt nach dem Entwurf des Jahressteuergesetzes 2010 nun auch für Aktionäre inländischer Kapitalgesellschaften: Bei einem Tausch von Anteilen an Unternehmen aufgrund einer gesellschaftsrechtlichen Maßnahme (Fusion, Aufspaltung usw.) treten die erhaltenen Aktien des neuen Unternehmens an die Stelle der hingegebenen Aktien des alten Unternehmens (§ 20 Abs. 4a Satz 1 EStG 2010).

Es liegt somit kein steuerpflichtiges Veräußerungs­geschäft vor, sodass kein abgeltungsteuerpflichtiger Veräußerungsgewinn entstehen kann. Damit wird vermieden, dass die Banken Abgeltungsteuer einbehalten müssen, obwohl es beim Tausch zu keinem Zahlungsvorgang gekommen ist. Die Besteuerung wird dann bei Veräußerung der neuen Anteile nachgeholt.

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