Absetzbarkeit von Spenden an ausländische Empfänger

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Schon vor einiger Zeit entschied der EuGH, dass auch Sach- und Geldspenden an Einrichtungen im EU-Ausland als Sonderausgaben abzugsfähig sind. Das Bundesfinanzministerium erklärt jetzt, wie es sich den Nachweis der Gemeinnützigkeit vorstellt.

Die ausländischen Spendenempfänger müssen nach den deutschen Regeln gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Zwecken dienen (§§ 51 bis 68 AO). Dieser Zweck muss sich aus der Satzung, dem Stiftungsgeschäft oder der sonstigen Verfassung und nach der tatsächlichen Geschäftsführung ergeben.

Der deutsche Spender muss nachweisen, dass der ausländische Spendenempfänger diese Voraussetzung erfüllt. Dazu muss er seinem Finanzamt, das die Spende als Sonderausgaben anerkennen soll, "geeignete Belege" vorweisen, schreibt das Bundesfinanzministerium. Solche Belege können sein:

  • Satzung,
  • Tätigkeitsbericht,
  • Aufstellung der Einnahmen und Ausgaben,
  • Kassenbericht,
  • Vermögensübersicht mit Nachweisen über die Bildung und Entwicklung der Rücklagen,
  • Aufzeichnung über die Vereinnahmung von Zuwendungen und deren zweckgerechte Verwendung,
  • Vorstandsprotokolle.

Eine Spendenbescheinigung der ausländischen Organisation reicht nicht aus.

BMF-Schreiben vom 16.5.2011, Az. IV C 4 - S 2223/07/0005:008 (pdf; Link öffnet ein neues Fenster)

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