Abgeltungssteuer und Kirchensteuer: Bald will auch Ihre Bank wissen, welcher Kirche Sie angehören!

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Die geplante Abgeltungssteuer für Einkünfte aus Kapitalvermögen und Veräußerungsgewinne wirkt sich auch auf die kirchensteuerpflichtigen Anleger aus. Sie haben ab 2009 die Wahl: Entweder bekommen Sie die Kirchensteuer als Teil der Abgeltungssteuer direkt bei der Bank abgezogen. Oder sie lassen sich vom Finanzamt zur Kirchensteuer veranlagen. Das bedeutet im ersten Fall allerdings: Sie müssen der Bank Ihrer Religionszugehörigkeit offenbaren.

Die Kirchensteuer auf Kapitalerträge soll als Zuschlag zur Kapitalertragsteuer erhoben werden. Die Steuer richtet sich nach der Höhe der Kapitalertragsteuer. Bei einer Kapitalertragsteuer von beispielsweise € 1.000,– und einem Kirchensteuersatz von 9% beträgt die Kirchensteuer € 90,–. Konsequenz: Anders als bisher bemisst sich ab 2009 die Kirchensteuer nicht mehr nach der persönlichen Einkommensteuer, sondern für die Kapitalerträge nach der einheitlichen Kapitalertragsteuer von 25%.

Als Investor können Sie nun Ihre Bank beauftragen, die Kirchensteuer als Teil der Abgeltungssteuer einzubehalten und an die entsprechende Kirche abzuführen. Die Bank kann aber Ihre Kirchensteuer nur dann abführen, wenn Sie Ihre Religionszugehörigkeit kennt. In den Jahren 2009 und 2010 sollen sich die Banken bzw. die Kirchen auf die Angaben der Investoren verlassen. Denn voraussichtlich erst ab 2011 soll beim Bundeszentralamt für Steuern eine Datei eingerichtet sein, die alle notwendigen Daten für die Abgeltungssteuer einschließlich der Religionszugehörigkeit enthält und auf die die Banken zugreifen können.

Alternativ zum Steuerabzug können Sie sich als Anleger auch zur Kirchensteuer veranlagen lassen. Dazu geben Sie die einbehaltene Kapitalertragsteuer in der Steuererklärung an und legen eine entsprechende Bescheinigung Ihrer Bank vor.

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