Abgabe von Steueranmeldungen: Verwaltung zieht Zügel an

 - 

Bei der Abgabe von Steueranmeldungen, wie zum Beispiel Umsatzsteuer-Voranmeldungen und Lohnsteuermeldungen, sind gesetzliche Fristen zu beachten. Werden die Fristen nicht eingehalten, gibt es Ärger.

Die Finanzämter setzen dann Verspätungszuschläge fest. Die Höhe eines Verspätungszuschlages darf 10 % der festgesetzten Steuer nicht übersteigen und maximal 25.000,00 € betragen. Wie hoch ein Verspätungszuschlag im Einzelfall ausfällt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Besonders ins Gewicht fallen die Häufigkeit der Fristüberschreitung und die Höhe der geschuldeten Steuer.

Die derzeitigen Sanktionsmöglichkeiten reichen der Finanzverwaltung offensichtlich nicht aus. Denn in den Finanzämtern gibt es eine neue Verwaltungsrichtlinie, die festlegt, dass verspätete Steueranmeldungen an die Strafsachenstelle weiterzuleiten sind, weil die verzögerte Abgabe einer Steueranmeldung als Steuerhinterziehung auf Zeit gewertet werden kann. Wird dann ein Strafverfahren wegen Steuerhinterziehung eröffnet, kann eine Geldstrafe verhängt werden.

Ob und gegebenenfalls unter welchen Voraussetzungen es in der Praxis tatsächlich zur Eröffnung eines Strafverfahrens kommt, lässt sich nicht allgemein beantworten. Das Vorgehen der Finanzverwaltung macht aber eines unmissverständlich deutlich: Die Toleranzgrenze beim Thema Fristüberschreitung befindet sich im Sinkflug. Dieses Signal sollten Sie ernst nehmen. Geben Sie Ihre Steueranmeldungen pünktlich ab. Sie ersparen sich damit unnötigen Ärger und vermeiden finanziellen Schaden.

Weitere News zum Thema

  • Steueränderungen ab 2017

    [] 2017 treten einige Änderungen hinsichtlich Formalitäten und Nachweisen in Kraft, die wir Ihnen hier kurz vorstellen. mehr

  • Steuertermine Dezember 2016

    [] Hier finden Sie die aktuellen Termine für die Abgabe Ihrer Steuererklärungen und für Ihre Steuervorauszahlungen. mehr

  • Mehr netto mit Lohnsteuer-Freibeträgen: jetzt kostenlose Software nutzen

    [] Statt einmal im Jahr können Sie Ihre Steuerrückerstattung auch monatlich erhalten: Wer beispielsweise Kinderbetreuungs- oder Unterhaltskosten hat, regelmäßig spendet oder weit zur Arbeit fahren muss, bezahlt Monat für Monat zu viel Lohnsteuer. Erst mit der Steuererklärung im nächsten Jahr erhalten Sie die zu viel bezahlte Lohnsteuer vom Finanzamt zurück. Das muss nicht sein! mehr

  • Nach der Trennung die richtige Steuerklasse wählen

    [] Auch wenn Ihre Ehe gerade in die Brüche geht, ist es wichtig, dass Sie sich in steuerlichen Angelegenheiten weiterhin einig sind. Das kann sich für beide Partner auszahlen und Sie müssen weniger Geld zu Rechtsanwälten und Steuerberatern tragen. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.