10 Jahre Riester-Rente – 10 kurze Stichworte zum Vorsorgemodell

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Renten und Pensionen steigen langsamer, das Versorgungsniveau sinkt. Dadurch entsteht im Alter eine Versorgungslücke. Die Devise lautet also: Sie müssen selbst für das Alter vorsorgen. Als Anreiz zum Sparen erhalten Sie eine staatliche Förderung – die Riester-Rente.

Seit dem 26. Juni 2001 gibt es die sogenannte Riester-Rente – benannt nach dem ehemaligen Walter Riester, der als Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung die Förderung der freiwilligen Altersvorsorge durch eine Altersvorsorgezulage vorschlug.

Ende März 2011 gab es circa 14,6 Millionen Riester-Verträge. Schätzungsweise 15% davon ruhen, das heißt, es werden zurzeit keine Beiträge in sie eingezahlt.

Die Riester-Rente im Überblick:

  1. Gefördert werden vor allem in der inländischen gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversicherte Arbeitnehmer und Beamte.
  2. Mit der Riester-Rente wird vor allem die private Altersvorsorge gefördert. Aber auch für eine betriebliche Altersvorsorge gibt es die Riester-Förderung. Bei der privaten Altersvorsorge sind nur zertifizierte Altersvorsorgeverträge begünstigt.
  3. Die Riester-Förderung endet mit dem Übergang in die Altersrente bzw. den Ruhestand, spätestens mit der Vollendung des 67. Lebensjahres.
  4. Die Förderung besteht zum einen aus einer Altersvorsorgezulage: Es gibt eine Grund- und eine Kinderzulage. Die Grundzulage beträgt 154 Euro. Die Höhe der Kinderzulage hängt vom Geburtsdatum des jeweiligen Kindes ab: Für ab 1.1.2008 geborene Kinder liegt sie bei 300 Euro, für die vorher geborenen Kinder bei 185 Euro.
  5. Es wird immer ein Zulagenanspruch zugrunde gelegt. Das Finanzamt führt eine Günstigerprüfung durch, wenn in der Steuererklärung die Berücksichtigung der Aufwendungen nach § 10a EStG beantragt und die erforderliche Bescheinigung beigefügt wird.
  6. Um die Zulage in voller Höhe zu bekommen, müssen Sie einen Eigenbeitrag leisten. Er liegt bei 4% der im vorangegangenen Kalenderjahr erzielten Einnahmen abzüglich der Ihnen zustehenden Zulagen (Mindesteigenbeitrag).
  7. Das angesparte Kapital wird Ihnen im Regelfall als Rente ausbezahlt. Einmalauszahlungen sind grundsätzlich nicht möglich. Mit dem angesparten Kapital können Sie also nicht machen, was Sie wollen. Die Rentenzahlungen müssen Sie grundsätzlich in voller Höhe versteuern.
  8. Die selbst genutzte Wohnung stellt für viele Menschen die bevorzugte Altersabsicherung dar. Deshalb werden Immobilien in die Riester-Förderung einbezogen. Dabei wird die bestehende Systematik der Riester-Rente für die Wohn-Riester-Förderung übernommen.
  9. In der Ansparphase bleiben die Beiträge steuerfrei, dafür werden die Leistungen in der Auszahlungsphase besteuert. Grundlage der nachgelagerten Besteuerung ist das Wohnförderkonto, in dem das geförderte Kapital erfasst wird.
  10. Die Wohn-Riester-Förderung müssen Sie bei der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) beantragen. Das funktioniert grundsätzlich genauso wie bei "klassischen" Riester-Verträgen.

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