Steuerterminkalender 2021 - Alle Steuertermine 2021 auf einen Blick

Im Steuerterminkalender finden Sie alle Termine für die Abgabe Ihrer Steuererklärungen und sämtliche Termine für Ihre Steuervorauszahlungen.

Abgabefristen: Wie werden Wochenenden und Feiertage berücksichtigt?

Fällt ein vom Gesetzgeber festgelegter Termin auf einen Samstag, Sonntag oder gesetzlichen Feiertag, verschiebt sich dieser auf den nächsten Werktag. Rechtzeitig ist die Abgabe einer Steuererklärung dann, wenn sie dem Finanzamt vor Ablauf der Abgabefrist vorliegt.

Geht dem Finanzamt die Erklärung verspätet zu, kann ein Verspätungszuschlag festgesetzt werden (§ 152 AO).

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Steuererklärung für 2020: Abgabefrist wegen Corona um drei Monate verlängert!

  • Für Steuerpflichtige, die ihre Steuererklärung selbst erstellen, ist der letzte Abgabetermin für die Einkommensteuererklärung für 2020 der 31.10.2021.

  • Für Steuerzahler, deren Steuererklärung von einem Steuerberater oder einem Lohnsteuerhilfeverein erstellt wird, endet die Abgabefrist am 31.5.2022.

  • Auch die besonderen Abgabefristen für Steuerpflichtige mit Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft verlängern sich um drei Monate.

  • Da der 31.10.2021 ein Sonntag ist, verschiebt sich die Frist auf Montag, den 1.11.2021. In Bundesländern, in denen der 1. November ein Feiertag ist, ist der 2.11.2021 der letzte Abgabetermin für die Steuererklärung für 2020.

Alle Einzelheiten zur Fristverlängerung und ihren Folgen zum Beispiel für Zinsen und Steuervorauszahlungen lesen Sie im Beitrag »Steuererklärung: Abgabefrist für 2020 verlängert«.

Abgabefristen bei der Umsatzsteuer

Im Gegensatz zur Einkommensteuer ist die Umsatzsteuer eine Anmeldesteuer. Das heißt, der Unternehmer bzw. die Unternehmerin ermittelt die Steuer selbst. Die Höhe der geschuldeten Umsatzsteuer und der damit zu verrechnenden Vorsteuer erfährt das Finanzamt durch die monatlichen oder vierteljährlichen Umsatzsteuer-Voranmeldungen (soweit dazu eine Verpflichtung besteht – mehr dazu unten) und zusätzlich durch die Umsatzsteuer-Jahreserklärung.

Lesen Sie dazu auch unseren Ratgeber:

Basiswissen Umsatzsteuer - Fristen und Erklärungen

Umsatzsteuer-Voranmeldungen sind grundsätzlich bis zum 10. Tag nach Ablauf des Voranmeldungszeitraums, also des jeweiligen Monats oder des Vierteljahres (»Quartal«), abzugeben. Ist der 10. Tag ein Sonnabend, Sonntag oder gesetzlicher Feiertag gilt auch hier, dass sich die Abgabefrist auf den nächstfolgenden Werktag verschiebt.

Sie können beim Finanzamt auch eine Dauerfristverlängerung beantragen. Die hat aber ihren Preis. Denn Sie müssen im Voraus eine Sondervorauszahlung leisten, die später verrechnet wird. Die Höhe der Vorauszahlung richtet sich nach der Summe der Umsatzsteuervorauszahlung des Vorjahres und beträgt 1/11 davon.

Beispiel:

Bei monatlicher Abgabe der Umsatzsteuer-Voranmeldung endet die Abgabefrist für den Monat März am 10.4.2021, sofern keine Dauerfristverlängerung beantragt wurde. Der 10.4.2021 ist aber ein Samstag. Dadurch verschiebt sich der Abgabetermin auf den nächstfolgenden Werktag. Das ist Montag, der 12.4.2021. Die Umsatzsteuer-Voranmeldung muss dem Finanzamt spätestens um 24:00 Uhr vorliegen.

Steuertermine 2021: Hier geht's zur Terminübersicht

Umsatzsteuer-Voranmeldung: Welcher Abgaberhythmus gilt?

Wie oft Umsatzsteuer-Voranmeldungen abgegeben werden müssen, hängt ab von der Höhe der Umsatzsteuer für das vorangegangene Jahr.

  • Im Vorjahr wurde mehr als 7.500 Euro Umsatzsteuer entrichtet: monatliche Voranmeldungen (Monatszahler);

  • im Vorjahr lag die Zahllast über 1.000 Euro, aber bei maximal 7.500 Euro: vierteljährliche Voranmeldungen (Vierteljahreszahler);

  • im Vorjahr lag die Umsatzsteuerschuld bei maximal 1.000 Euro: auf Antrag muss gar keine Voranmeldung mehr abgegeben werden.

Geben Sie Ihre Umsatzsteuer-Voranmeldungen bisher vierteljährlich ab? Prüfen Sie zu Beginn eines jeden neuen Kalenderjahres, ob Sie künftig zur monatlichen Abgabe von Voranmeldungen verpflichtet sind! Das ist der Fall, wenn Sie im Vorjahr mehr als 7.500 Euro an das Finanzamt überwiesen haben.

Denn wenn Sie für das gesamte neue Jahr von einer Dauerfristverlängerung profitieren möchten, müssen Sie die bei monatlicher Abgabeverpflichtung zu zahlende Sondervorauszahlung bis zum 10.2. berechnen, anmelden und zahlen!

Zahlung der fälligen Steuer: Schonfrist

Grundsätzlich gilt: Für Steuerzahlungen gibt es eine Zahlungs-Schonfrist von drei Tagen (§ 240 Abs. 3 AO). Die zu zahlende Steuer muss vor Fristablauf beim Finanzamt eingegangen sein. Die Schonfrist beginnt nach Ablauf des Abgabe-/Zahlungstermins. Fällt der letzte Tag der Schonfrist auf einen Samstag, Sonntag oder gesetzlichen Feiertag, verschiebt sich der Fristablauf auf den nächsten Werktag. Der Tag, an dem die Zahlungs-Schonfrist endet, steht in Klammern unter dem Abgabe-/Zahlungstermin.

Eine Schonfrist gibt es jedoch nur für Überweisungen und Einzahlungen am Bank- oder Postschalter, nicht aber für Scheckzahlungen oder Bareinzahlungen an der Finanzkasse. Begleichen Sie Ihre Steuerschuld direkt beim Finanzamt durch Bareinzahlung, kommt es zu keiner Verschiebung des Zahlungstermins. Bei Scheckzahlung muss der Scheck dem Finanzamt spätestens drei Tage vor dem ursprünglichen Zahlungstermin vorliegen. Begleichen Sie Ihre Steuerschuld zu spät, setzt das Finanzamt für jeden angefangenen Monat 1% Säumniszuschlag auf den geschuldeten Steuerbetrag fest, der auf die nächsten 50 Euro abzurunden ist (§ 240 Abs. 1 AO).

Beispiel:

Bei monatlicher Abgabe der Umsatzsteuer-Voranmeldung und Verzicht auf die Dauerfristverlängerung muss die Voranmeldung für Juli 2021 am 10. 8. 2021 (Dienstag) beim Finanzamt sein. Dieser Tag ist gleichzeitig Zahlungstermin.

Wenn Sie Ihrem Finanzamt eine Lastschrifteinzugsermächtigung erteilt haben, müssen Sie sich keine Gedanken über die pünktliche Zahlung der Steuerschuld machen. Das Finanzamt bucht die fällige Steuer rechtzeitig von Ihrem Konto ab. Überweisen Sie die fällige Steuer, muss der Steuerbetrag dem Konto des Finanzamts spätestens am 13. 8. 2021 (Freitag) gutgeschrieben sein, denn die dreitägige Zahlungs-Schonfrist läuft an diesem Tag ab.

Abgabefristen für Sozialversicherungsbeiträge

Die von Arbeitgebern für ihre Mitarbeiter zu zahlenden Sozialversicherungsbeiträge müssen spätestens am drittletzten Bankarbeitstag des Monats gezahlt sein, für den die Beiträge zu entrichten sind.

Die Zahlung ist nur dann rechtzeitig, wenn das Geld spätestens am Fälligkeitstag beim Sozialversicherungsträger eingegangen ist. Stellt sich nach Ablauf des Monats heraus, dass die Zahlung zu niedrig war, ist der Differenzbetrag bis zum drittletzten Bankarbeitstag des Folgemonats zu zahlen.

Der Beitragsnachweis muss dem zuständigen Sozialversicherungsträger spätestens am zweiten Arbeitstag vor Beitragsfälligkeit vorliegen – und zwar bereits um 0:00 Uhr. Demnach müssen Sie den Beitragsnachweis schon drei Tage vor Fälligkeit der Beiträge abgeben.

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