Künstlersozialabgabe steigt 2021 leicht auf 4,4 Prozent

Künstlersozialabgabe steigt 2021 leicht auf 4,4 Prozent

 - 

Der Abgabesatz zur Künstlersozialversicherung soll im Jahr 2021 von bisher 4,2 auf 4,4 Prozent steigen. Das sieht der Entwurf der »Künstlersozialabgabe-Verordnung 2021« vor.

Was ist die Künstlersozialversicherung?

Über die Künstlersozialversicherung werden zurzeit mehr als 190.000 selbständige Künstler und Publizisten als Pflichtversicherte in den Schutz der gesetzlichen Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung einbezogen.

Die Künstlersozialabgabe wird als Umlage erhoben. Der Abgabesatz wird jährlich für das jeweils folgende Kalenderjahr festgelegt. Bemessungsgrundlage sind alle in einem Kalenderjahr an selbständige Künstler und Publizisten gezahlten Entgelte.

Sie speist sich aus drei Einnahmequellen:

  • den Eigenbeiträgen der selbständigen Künstler und Publizisten,

  • der Künstlersozialabgabe der beauftragenden und verwertenden Unternehmen und

  • einen Bundeszuschuss.

Die selbständigen Künstler und Publizisten zahlen dabei – so wie es auch Angestellte tun – die Hälfte ihrer Sozialversicherungsbeiträge selbst. Die andere Beitragshälfte wird durch einen Bundeszuschuss (20%) und durch die Künstlersozialabgabe der abgabepflichtigen Unternehmen (30%) finanziert.

Abgabepflichtig sind Unternehmen, die künstlerische und publizistische Leistungen verwerten. Die von ihnen abzuführende Künstlersozialabgabe wird als Umlage erhoben, deren Abgabesatz jährlich für das jeweils folgende Kalenderjahr festgelegt wird. Bemessungsgrundlage sind alle in einem Kalenderjahr an selbständige Künstler und Publizisten gezahlten Entgelte.

Bei der Künstlersozialabgabe-Verordnung handelt es sich um eine Ministerverordnung ohne Kabinettbeschluss. Die Verordnung muss bis spätestens Ende des Jahres 2020 im Bundesgesetzblatt verkündet werden.

Kontakt zur Künstlersozialkasse

Auf der Kontaktseite der Künstlersozialkasse finden Sie zahlreiche Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme sowie eine Übersicht der aktuellen Sprechzeiten.

auch interessant:

(MB)

Weitere News zum Thema

  • Mehr Kindergeld und höhere Kinderfreibeträge ab Januar 2021

    [] Der Bundesrat hat heute dem »Zweiten Familienentlastungsgesetz« zugestimmt. Für Familien mit Kindern bedeutet das: Mehr Kindergeld ab Januar 2021 sowie eine Anhebung des Freibetrags für den Betreuungs-, Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf (BEA-Freibetrag). Aber auch für Menschen ohne Kinder ist etwas dabei. mehr

  • Homeoffice-Steuer von Deutsche Bank gefordert?! Ein Kommentar

    [] Irgendwie leben wir ja alle in unserer ganz eigenen Blase. An verschiedenen Themen wird das gerade mal wieder deutlich. Eins davon: Corona, klar. Das hat auch einen Autor aus der Forschungs- und Trendabteilung der Deutschen Bank zum Nachdenken inspiriert. Leider kommt er aus seiner Blase dabei nicht heraus. mehr

  • Sozialversicherung: Neue Bemessungsgrenzen für 2021

    [] Das Bundeskabinett hat die neuen Rechengrößen in der Sozialversicherung für das Jahr 2021 beschlossen. Demnach steigen die Beitragsbemessungsgrenzen in der gesetzlichen Kranken- und Rentenversicherung sowie weitere wichtige Werte. mehr

  • Mindestlohn soll schrittweise auf 10,45 Euro im Jahr 2022 steigen

    [] Der Mindestlohn war zum 1.1.2015 in Kraft getreten und hatte bei Einführung 8,50 Euro brutto je Arbeitsstunde betragen. Zum 1.1.2020 stieg er auf 9,35 Euro. De Mindestlohn-Kommission empfiehlt eine weitere schrittweise Erhöhung des Mindestlohns auf 10,45 Euro zum 1.7.2022. mehr

  • Werden die Behinderten-Pauschbeträge endlich erhöht?

    [] Steuerpflichtige mit einer Behinderung können in der Steuererklärung anstelle eines Einzelnachweises für ihre Aufwendungen für den täglichen behinderungsbedingten Lebensbedarf einen Behinderten-Pauschbetrag beantragen. Der Bundesrat hat einen entsprechenden Gesetzesentwurf zur Erhöhung der Pauschbeträge beschlossen. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.