Zweites Bürokratieentlastungsgesetz verabschiedet

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Kürzlich wurde das Zweite Bürokratieentlastungsgesetz verabschiedet. Gegenüber dem ursprünglichen Gesetzentwurf kam es zu einigen Änderungen.

Aufbewahrungspflicht für Lieferscheine

Für erhaltene Lieferscheine endet die Aufbewahrungsfrist künftig mit Erhalt der Rechnung, für verschickte Lieferscheine mit dem Versand der Rechnung. Diese Erleichterung gilt allerdings nicht, wenn der Lieferschein Bestandteil einer Rechnung ist.

Anhebung der Kleinbetragsgrenze bei Rechnungen

Für Rechnungen bis zu 150 Euro gelten bisher schon weniger strenge Vorschriften: Auf Name und Adresse des Käufers, Rechnungsnummer sowie Ausweis des Nettobetrags und der Umsatzsteuer wird hier verzichtet. Es genügen die Angabe des Bruttobetrags und des Umsatzsteuersatzes (7% oder 19 %). Das ist vor allem bei Bargeschäften eine große Erleichterung für die Unternehmer. Diese sogenannte Kleinbetragsgrenze ist nun rückwirkend ab 1.1.2017 auf 250 Euro erhöht worden (im Gesetzentwurf war zunächst eine neue Grenze von 200 Euro vorgesehen gewesen).

Grenze für die Abgabe von Lohnsteuer-Anmeldungen

Die Grenze für die vierteljährliche Lohnsteuer-Anmeldung wird von bisher 4.000 Euro (Summe der abzuführenden Lohnsteuer) rückwirkend ab 1.1.2017 auf 5.000 Euro erhöht. Dadurch bleibt einigen Arbeitgebern die monatliche Lohnsteuer-Anmeldung erspart.

Erleichterte Aufzeichnungspflichten bei GWG-Sofortabschreibung

Für geringwertige Wirtschaftsgüter mit Sofortabschreibung (GWG) waren bisher bei einem Nettokaufpreis oder Einlagewert bis zu 150 Euro keine gesonderten Aufzeichnungen erforderlich. Diese Grenze wird auf 250 Euro angehoben. Die Aufzeichnungserleichterung gilt allerdings erst für Anschaffungen ab dem 1.1.2018. Im ursprünglichen Entwurf war diese Regelung nicht enthalten. Die Aufzeichnungspflichten selbst bleiben inhaltlich unverändert.

Fälligkeit der Sozialversicherungsbeiträge

Eine vereinfachte Lösung in Bezug auf Fälligkeit und Berechnung der Sozialversicherungsbeiträge soll mehr Arbeitgebern die Lohnabrechnung erleichtern. Eine echte bürokratische Entlastung ist das leider nicht. Dies würde eine Rückkehr zur früheren Regelung mit einer späteren Fälligkeit der Beiträge voraussetzen.

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