Bürokratieentlastungsgesetz: Wenig, aber besser als nichts

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Mit Gesetzen, die Entlastung versprechen, ist es immer so eine Sache... Meistens steht deutlich weniger darin, als man sich als Steuerzahler wünschen würde. Lesen Sie hier, was der Entwurf des Zweiten Bürokratieentlastungsgesetzes vorsieht.

Im ersten Bürokratieentlastungsgesetz, das 2015 verabschiedet wurde, lag der Fokus auf Gründungen und jungen, schnell wachsenden Unternehmen. Durch das Zweite Bürokratieentlastungsgesetz (BEG II) sollen vor allem kleine Betriebe bis 2-3 Mitarbeitern entlastet werden.

Diese Änderungen sieht der Gesetzentwurf vor:

  • Anpassung der Fälligkeitsregelung für die Abführung von Sozialversicherungsbeiträgen (Bezifferung der Beiträge zur Sozialversicherung in den Fällen, in denen der tatsächliche Wert für den laufenden Monat noch nicht bekannt ist, auf Grundlage des tatsächlichen Wertes des Vormonats),

  • Erleichterungen bei der Abrechnung von Pflegedienstleistungen (beleglose Übermittlung aller erforderlicher Unterlagen),

  • Anhebung der Pauschalierungsgrenzen für Rechnungen über Kleinbeträge von 150 € auf 200 €,

  • Anhebung der Grenzbeträge zur Abgabe der Lohnsteuer-Anmeldung (vierteljährliche Anmeldung, wenn die abzuführende Lohnsteuer für das vorangegangene Kalenderjahr mehr als 1.080 €, aber weniger als 5.000 € betragen hat),

  • Anhebung der Kleinunternehmergrenze für die Umsatzsteuer von 17.500 € auf 20.000 €,

  • Verkürzung der steuerlichen Aufbewahrungsfrist von Lieferscheinen.

  • Anpassungen der Handwerksordnung, u.a. um der fortschreitenden Digitalisierung im Handwerk zusätzlichen Schub zu verleihen,

  • Bereitstellung von Leistungsinformationen zur Verwendung auf Bundes-, Länder- und Kommunalportalen durch eine Änderung des E-Government-Gesetzes.

Falls Sie sich jetzt fragen, was eigentlich das Erste Bürokratieentlastungsgesetz war: Damit wurden unter anderem zum 1.1.2016

  • die Grenzwerte für die Buchführungspflicht erhöht,

  • die Gültigkeit des Faktorverfahrens bei Lohnsteuerklasse IV auf zwei Jahre verlängert,

  • die Pauschalierungsgrenze für kurzfristig Beschäftigte angehoben und

  • die Mitteilungspflichten für Kirchensteuerabzugsverpflichtete reduziert.

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