Zahnärzte: Bleaching kann umsatzsteuerfreie Leistung sein

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Von einem Zahnarzt durchgeführte Zahnaufhellungen sind umsatzsteuerfrei, soweit sie dazu dienen, einen aufgrund einer Vorerkrankung und Vorbehandlung nachgedunkelten Zahn aufzuhellen. Das geht aus einem Urteil des FG Schleswig-Holstein hervor.

Der entschiedene Fall betraf die Klage einer zahnärztlichen Gemeinschaftspraxis, die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) betrieben wurde. Bei einigen Patienten war eine Zahnaufhellung (Bleaching) einzelner Zähne durchgeführt und in Rechnung gestellt worden. Der Grund für das Bleaching lag in allen Fällen darin, dass der jeweilige Zahn in Folge einer Vorerkrankung und Vorbehandlung nachgedunkelt war.

Das FG Schleswig-Holstein entschied, dass das Bleaching nach § 4 Nr. 14 UStG steuerlich begünstigt ist, wenn es auf die Beseitigung der (optischen) Folge einer Krankheit oder Gesundheitsstörung und einer aufgrund dieser Krankheit oder Gesundheitsstörung medizinisch indizierten Heilungsmaßnahme gerichtet ist, wenn die Behandlung also Teil einer Gesamtbehandlung der Gesundheitsstörung ist mit dem Ziel, den vor der Behandlung bestehenden Status wiederherzustellen (Schleswig-Holsteinisches FG vom 9.10.2014, 4 K 179/10 ; Az. der Revision V R 60/14).

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