Vorsteueraufteilung bei gemischt genutzten Gebäuden

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Wird ein Gebäude teils umsatzsteuerpflichtig, teils umsatzsteuerfrei vermietet, so muss die Vorsteuer aus den Baukosten aufgeteilt werden. Während die Finanzverwaltung nur die Aufteilung nach dem Verhältnis der Nutzfläche zuließ, ermöglichte der BFH später auch die häufig viel günstigere Aufteilung nach Umsätzen. Wie ein neues Urteil zeigt, sollte man die Entscheidung für den Aufteilungsschlüssel gut abwägen.

Eine Vermietungs-GbR hatte 1998/1999 ein Gebäude errichtet und nach den damaligen Vorschriften die Vorsteuer nach dem Flächenschlüssel aufgeteilt. Das führte zu einem Vorsteuerabzug von 33,38%. Nach einer Umsatzsteuer-Sonderprüfung im Jahr 2000 beantragte die GbR rückwirkend die Vorsteueraufteilung nach dem Verhältnis der Umsätze. Denn dabei hätte sich ein weit höherer Vorsteuerabzug von 40,92% ergeben. Der Umsatzsteuerbescheid 1998/1999 stand unter dem Vorbehalt der Nachprüfung.

Der BFH lehnte eine Änderung des einmal gewählten Aufteilungsschlüssels rigoros ab (BFH-Urteil vom 2.3.2006, V R 49/05, DStR 2006 S. 1597). Der gewählte Aufteilungsschlüssel im Jahr des Leistungsbezugs dürfe nicht mehr geändert werden, sobald der Umsatzsteuerbescheid formell bestandskräftig sei. Diese Einschränkung gilt leider auch dann, wenn der Umsatzsteuerbescheid unter dem Vorbehalt der Nachprüfung steht und von daher jederzeit geändert werden könnte.

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