Vorsteuerabzug in Gefahr durch ungenaue Leistungsbeschreibung

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Wenn Sie zum Vorsteuerabzug berechtigt sind, sollten Sie darauf achten, dass eine erhaltene Lieferung oder bezogene Leistung in der Eingangsrechnung ausreichend beschrieben ist. Denn ansonsten kann es später Probleme geben.

Die Beschreibung in der Rechnung muss so genau sein, dass vom Finanzamt eindeutig festgestellt werden kann, welche Gegenstände geliefert oder welche Leistungen erbracht wurden. Ist die Angabe in der Rechnung nicht aussagekräftig genug, darf das Finanzamt den Vorsteuerabzug versagen.

Ein Unternehmer erhielt eine Rechnung von einem Ingenieur, in der die erbrachten Leistungen folgendermaßen beschrieben waren: "technische Beratung und technische Kontrolle". Dem Rechnungsempfänger wurde der Vorsteuerabzug daraufhin verwehrt. Denn dem Finanzamt war die Leistungsbeschreibung zu unkonkret, weil das Merkmal technisch zu sehr unterschiedlichen Leistungen passt und somit nicht eindeutig ist. Der BFH schloss sich der Auffassung des Finanzamtes an und bestätigte das Vorsteuerabzugsverbot (BFH, Urteil vom 8.10.2008, Az. V R 59/07, DB 2009, S. 41).

Der Vorsteuerabzug ist in einem solchen Fall zwar nicht endgültig verloren. Denn der Rechnungsaussteller kann eine korrigierte Rechnung erstellen, die den Empfänger zum Abzug der Vorsteuer berechtigt. Ein rückwirkender Vorsteuerabzug ist allerdings unzulässig. Die Folge: Liegt der unberechtigte, mittlerweile rückgängig gemachte Vorsteuerabzug bereits längere Zeit zurück, werden Nachzahlungszinsen fällig.

Steuertipp

Achten Sie darauf, dass die Angaben in der Rechnung so konkret wie möglich sind. Sinnvoll ist zum Beispiel, sich in der Beschreibung auf ein bestimmtes Projekt oder Produkt zu beziehen und die ausgeführten Arbeiten genau zu benennen.

Die erforderlichen Angaben können auch in einem die Rechnung ergänzenden Dokument, zum Beispiel einem Vertrag oder Arbeitsprotokoll, gemacht werden. In diesem Fall ist in der Rechnung ausdrücklich auf das betreffende Dokument zu verweisen.

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