Vorsteuerabzug bei Erstattung von Übernachtungskosten

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Erstatten Sie einem Ihrer Angestellten Übernachtungskosten, die Ihrem Mitarbeiter auf einer Dienstreise entstanden sind, können Sie Ihre Zahlung als Betriebsausgabe erfassen. Ist der Übernachtungskostenbeleg auf Ihr Unternehmen ausgestellt, dürfen Sie zusätzlich Vorsteuer geltend machen.

Der Vorsteuerabzug ist an zahlreiche Voraussetzungen geknüpft. Eine lautet: Angabe des Namens und der Anschrift des Leistungsempfängers. Zwar ist Ihr Angestellter unmittelbarer Empfänger der Übernachtungsleistung, es spricht aber nichts gegen die Ausstellung der Rechnung auf Ihr Unternehmen. Denn schließlich ist Ihr Mitarbeiter in Ihrem Auftrag tätig. Und wirtschaftlich getragen werden die entstandenen Kosten auch von Ihnen.

Ist die Rechnung nicht auf Ihr Unternehmen ausgestellt, scheidet der Vorsteuerabzug aus (Finanzgericht Nürnberg, Urteil vom 21.5.2007, Az. II 49/2004, DSTRE 2008, S. 29). Einzige Ausnahme: Es handelt sich um eine Kleinbetragsrechnung in Höhe von bis zu 150 Euro. Der Vorsteuerabzug ist hier ohne die Angabe des Leistungsempfängers zulässig.

Steuertipp
Als Unternehmer wissen Sie: Der Vorsteuerabzug ist bares Geld wert. Aus diesem Grund sollten Sie jedem Mitarbeiter vor einer Dienstreise mitteilen, welche Angaben Übernachtungskostenbelege enthalten müssen, damit Ihnen später der Vorsteuerabzug zusteht.

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