Verkäufe über Online-Handelsplattformen

Verkäufe über Online-Handelsplattformen

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Der Online-Handel über Verkaufsplattformen wie Ebay oder Amazon boomt. In den allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) der Handelsriesen verstecken sich meist auch die umsatzsteuerlichen Tücken, die Sie als Händler kennen sollten.

Verkäufe können unterschiedlich abgewickelt werden: Verkaufen Sie Waren online, werden Ihnen seitens der Handelsplattform üblicherweise entweder Gebühren berechnet oder es wird eine Rabattregelung vereinbart.

Sie zahlen regelmäßig Gebühren

Wenn Sie regelmäßig Gebühren an die Verkaufsplattform zahlen müssen (monatlich oder im Zusammenhang mit Verkäufen), sind diese Beträge als Verkaufsprovisionen anzusehen. Die Gebühren werden mit dem Erlös aus dem Verkauf Ihrer Waren verrechnet. Ihnen wird also ein um die Gebühren gekürzter Betrag überwiesen.

Problem: Durch die Verrechnung der Gebühren wird häufig der Erlös zu gering angegeben und damit zu wenig Umsatzsteuer abgeführt.

Umkehr der Steuerschuldnerschaft beachten!

Wenn die Online-Plattform in einem anderen EU-Mitgliedstaat ansässig ist, müssen Sie die Umkehr der Steuerschuldnerschaft beachten: Berechnet eine z. B. in Frankreich oder Italien ansässige Firma die Gebühren, sind Sie Steuerschuldner nach § 13b Abs. 1 UStGG. Damit können Sie dann aber auch die geschuldete Steuer als Vorsteuer abziehen, sofern Sie grundsätzlich zum Vorsteuerabzug berechtigt sind.

Sie haben eine Rabattregelung vereinbart

Bei einer Rabattregelung stellen Sie der Handelsplattform Ihre Waren in Rechnung, sobald der Verkauf erfolgt ist. Dabei berücksichtigen Sie bereits den vereinbarten Rabatt.

Sie müssen für eine Zahlungsmethode Gebühren bezahlen

Wenn Sie für die Abwicklung von Zahlungsvorgängen z. B. über Kreditkarte eine zusätzliche Gebühr bezahlen müssen, dürfen Sie diese Beträge nicht von Ihrem Verkaufserlös dürfen. Die Gebühren stellen sogenannte Nebenkosten des Geldverkehrs dar.

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