Umsatzsteuer: Hohe Ausfälle durch Steuerbetrug

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Die EU-Länder haben zwischen 2000 und 2006 bis zu 113 Milliarden Euro Einnahmeausfälle bei der Mehrwertsteuer zu beklagen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die die EU-Kommission jetzt vorgelegt hat.

Das entspricht 12 Prozent des Gesamtaufkommens. Auffällig sind die Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten. Während einige fast keine Ausfälle zu beklagen haben, müssen andere auf fast ein Drittel der Einnahmen verzichten.

Spitzenreiter in der Negativ-Rangliste ist Griechenland. 30 Prozent der Mehrwertsteuer landet dort nicht in der Kasse des Fiskus. Es folgen die Slowakei mit 28 und Ungarn mit 23 Prozent. Deutschland muss 10 Prozent Einnahmeausfälle beklagen – 11 EU-Staaten erzielen ein besseres Ergebnis. So geht Luxemburg nur 1 Prozent der Mehrwertsteuer-Einnahmen verloren. 

László Kovács, EU-Kommissar für Steuern und Zollunion, erklärte: "Zur Bekämpfung des Steuerbetrugs brauchen wir Zahlen zur Größenordnung der Einnahmeausfälle. Diese Studie zur MwSt-Lücke bestätigt frühere Schätzungen zum Ausmaß des Betrugs und unterstreicht, dass die EU und die Mitgliedstaaten in ihren Anstrengungen zur Bekämpfung des MwSt-Betrugs keinesfalls nachlassen dürfen."

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