Umsatzsteuer: Formulare für 2010

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Das Bundesministerium der Finanzen hat die neuen Formulare für die Umsatzsteuer-Voranmeldung 2010 und die Dauerfristverlängerung veröffentlicht. Lesen Sie hier, um was es geht - und laden Sie auch gleich die Formulare herunter.

Umsatzsteuer-Voranmeldung

Die Pflicht zur Abgabe von Umsatzsteuer-Voranmeldungen beginnt mit Aufnahme der unternehmerischen Tätigkeit. Der Abgaberhythmus richtet sich nach der Umsatzsteuerzahllast (= Umsatzsteuer abzüglich Vorsteuer) des Vorjahres.

Direkt zum Vordruck für die Umsatzsteuer-Voranmeldung

Eine Besonderheit ist bei der Gründung eines Unternehmens zu beachten: Im Jahr der Eröffnung des Unternehmens und im darauffolgenden Kalenderjahr sind monatlich Umsatzsteuer-Voranmeldungen abzugeben, und zwar unabhängig von der Höhe der Umsatzsteuer (§ 18 Abs. 2 Satz 4 UStG). Erst nach Ablauf des zweiten Geschäftsjahres entscheidet auch bei Existenzgründern die Höhe der Umsatzsteuerzahllast aus dem Vorjahr über den Abgaberhythmus.

Das Gesetz unterscheidet drei Abgabegruppen:

  • Monatliche Abgabe der Umsatzsteuer-Voranmeldung, wenn im Vorjahr mehr als 7.500 Euro Umsatzsteuer zu entrichten war.
  • Vierteljährliche Abgabe einer Umsatzsteuer-Voranmeldung, wenn die Umsatzsteuerzahllast im Vorjahr über 1.000 Euro lag, der Betrag von 7.500 Euro aber nicht überschritten wurde.
  • Keine Abgabe von Umsatzsteuer-Voranmeldungen, wenn die Umsatzsteuerschuld im Vorjahr den Betrag von 1.000 Euro nicht überschritten hat.

Ist es im Vorjahr zu einem Überschuss (= Vorsteuerüberhang) zugunsten des Unternehmers gekommen, sind vierteljährlich Voranmeldungen zu erstellen, es sei denn, der Unternehmer beantragt die Befreiung von der Abgabepflicht (Abschn. 225 a Abs. 2 UStR 2008).

Kommt es zu einem Wechsel des Abgabeturnus, werden Sie vom Finanzamt darüber informiert, und zwar bis spätestens Ende Februar des Folgejahres.

Dauerfristverlängerung

Um Unternehmern mehr Zeit für die Erstellung ihrer Umsatzsteuer-Voranmeldungen zu verschaffen, sieht das Gesetz die Möglichkeit einer Dauerfristverlängerung vor. Eine Dauerfristverlängerung ist sinnvoll, da die Zeit zwischen dem Ende des Voranmeldezeitraumes und dem Ablauf der Abgabefrist sehr knapp bemessen ist.

Die Fristverlängerung muss nur einmal beim Finanzamt beantragt werden und gilt dann bis auf Widerruf. Ein Antrag auf Dauerfristverlängerung darf nur im Ausnahmefall abgelehnt werden, und zwar dann, wenn der Steueranspruch gefährdet erscheint (§ 46 Satz 2 UStDV). Von einer Gefährdung des Steueranspruchs ist insbesondere dann auszugehen, wenn Umsatzsteuer-Voranmeldungen nicht rechtzeitig abgegeben oder fällige Steuern verspätet gezahlt wurden. In diesen Fällen ist auch ein Widerruf einer bereits erteilten Dauerfristverlängerung möglich.

Einem Antrag auf Dauerfristverlängerung muss das Finanzamt nicht ausdrücklich zustimmen. Wird der Antrag nicht abgelehnt, kann von der Genehmigung ausgegangen werden. Zwingend vorgeschrieben ist die Verwendung eines amtlichen Vordrucks bei Beantragung der Fristverlängerung (§ 48 Abs. 1 Satz 2 UStDV).

Direkt zum Vordruck für die Dauerfristverlängerung

Einen Antrag auf Dauerfristverlängerung können Sie jederzeit stellen. Wollen Sie z.B. bei der monatlichen Abgabe von Umsatzsteuer-Voranmeldungen erstmals im Juni von der Dauerfristverlängerung profitieren, müssen Sie Ihren Antrag spätestens bis zum 10.7. bei Ihrem Finanzamt einreichen. Die Dauerfristverlängerung gilt dann bereits für den Voranmeldungszeitraum Juni.

Im Falle einer Dauerfristverlängerung verschieben sich die Abgabefristen für die Umsatzsteuer-Voranmeldungen jeweils um einen Monat. Dasselbe gilt für die Fälligkeit der Umsatzsteuer-Vorauszahlungen.

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