Umsatzsteuer: Differenzbesteuerung bei Privateinlage zulässig

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Handeln Sie als Unternehmer mit gebrauchten Gegenständen, können Sie von der Differenzbesteuerung selbst dann profitieren, wenn Sie das Wirtschaftsgut zunächst privat angeschafft und später in Ihr Unternehmensvermögen eingelegt haben.

Ein Unternehmer, der mit Antiquitäten oder anderen gebrauchten Gegenständen handelt, kann für die Berechnung seiner Umsatzsteuerschuld anstelle der Netto-Einnahme die Differenz zwischen Einkaufs- und Verkaufspreis heranziehen. Dadurch sollen Wettbewerbsnachteile gegenüber Privatverkäufern und Kleinunternehmern verringert werden, die ihre Verkäufe stets umsatzsteuerfrei durchführen können. Zu beachten ist dabei, dass die sogenannte Differenzbesteuerung nur bei dem Verkauf von Gegenständen zulässig ist, die umsatzsteuerfrei erworben, oder bereits vom Verkäufer der Differenzbesteuerung unterworfen wurden.

Die Finanzverwaltung ging bislang davon aus, dass die Differenzbesteuerung nur angewandt werden kann, wenn der zur Weiterveräußerung bestimmte Gegenstand vom Unternehmen angeschafft wurde. Nun hat allerdings das FG Köln den Anwendungsbereich auf vom Unternehmer privat erworbene Gegenstände ausgedehnt, die in das Unternehmen eingelegt und anschließend verkauft werden (Urteil vom 15.8.2007, Az. 4 K 5412/03, EFG 2008, S. 816).

Steuertipp
Gegen die Entscheidung des FG Köln wurde Revision beim BFH eingelegt. Sollte Ihr Finanzamt Ihnen bei einem in das Unternehmen eingebrachten Gegenstand die Anwendung der Differenzbesteuerung untersagen, können Sie unter Hinweis auf das beim BFH anhängige Revisionsverfahren (Az. V R 73/07) Einspruch einlegen und das Ruhen des Verfahrens beantragen.

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