Umsatzsteuer bei Varieté-/Theateraufführung mit Bewirtung

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Bei einer Theateraufführung mit Bewirtung der Besucher liegt weder eine einheitliche Leistung vor, noch handelt es sich um eine Hauptleistung mit Nebenleistung. Das bedeutet: Für die einzelnen Elemente sind unterschiedliche Steuersätze anzuwenden.

Mit dieser Entscheidung urteilt das FG Bremen anders als das Sächsische Finanzgericht (FG Bremen, Urteil vom 9.6.2010, Az. 2 K 48/10; Sächsisches FG, Urteil vom 1.6.2010, Az. 2 V 454/10).

Im entschiedenen Fall ging es um eine in einem eigens hierfür errichteten Spiegelzelt veranstaltete "Dinner-Show", in deren Rahmen Varieté- und Theateraufführungen präsentiert und die Besucher vor Beginn der Aufführung und in den Pausen mit einem Vier-Gänge-Menü verköstigt wurden.

Strittig ist dabei immer wieder die Frage, ob die Leistung einheitlich zu betrachten ist, und wenn ja, ob 7 oder 19% Umsatzsteuer fällig werden.

Das FG Bremen entschied jetzt: Zwischen den künstlerischen Leistungen und den Restaurationsleistungen besteht kein Verhältnis von Haupt- und Nebenleistung - dann käme es zu einem einheitlichen Steuersatz, der sich nach der Hauptleistung richtet. Nebenleistung zu der künstlerischen Leistung ist hier aber lediglich die Aufbewahrung der Garderobe.

Folge: Die Dinner-Show fällt hinsichtlich der Varieté-/Theatershow unter den ermäßigten Steuersatz von 7%, während hinsichtlich des Vier-Gänge-Menüs der Regelsteuersatz (19%) zur Anwendung kommt. Das von den Besuchern entrichtete Gesamtentgelt ist sachgerecht aufzuteilen.

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