Umsatzsteuer bei Leistungen von Physiotherapeuten an Selbsthilfegruppe

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Auf Bundesebene wurde die umsatzsteuerliche Behandlung von Kursen abgestimmt, die von Physiotherapeuten an eine in der Rechtsform eines Vereins organisierte Osteoporose-Selbsthilfegruppe erbracht werden.

Diese Kurse finden in den Praxisräumen der Therapeuten statt. Einige Teilnehmer verfügen über eine ärztliche Verordnung für Funktionstraining. Die meisten Mitglieder führen auch nach Ablauf der ärztlichen Verordnung das Funktionstraining fort. Es bestehen keine unmittelbaren vertraglichen Beziehungen zwischen Physiotherapeut und Kursteilnehmern.

Die Therapeuten erbringen ihre als einheitlich anzusehende Leistung gegenüber dem Verein. Es liegt keine umsatzsteuerfreie Heilbehandlung vor, da die Leistung nicht insgesamt aufgrund ärztlicher Verordnungen an die Kursteilnehmer erfolgt. Das gilt auch dann, wenn die Therapeuten gegenüber der Selbsthilfegruppe ihre Leistung einzeln für jeden Kursteilnehmer unter Berücksichtigung der Tatsache, ob die Teilnahme aufgrund einer ärztlichen Verordnung erfolgt oder nicht, abrechnen (OFD Nordrhein-Westfalen, Kurzinformation vom 7.10.2014-USt Nr. 14/2014).

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