Software: BFH zeigt sich unbeweglich

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Das FG Köln hat Software als bewegliches Wirtschaftsgut eingestuft und damit steuerliche Gestaltungsspielräume geschaffen. Das im Prozess unterlegene Finanzamt zog daraufhin vor den BFH.

Ehrlich gesagt hatten auch wir fest daran geglaubt, dass der BFH seine bisherige Rechtsauffassung ändern und zumindest auf Datenträgern gespeicherte Software künftig als bewegliches Wirtschaftsgut behandeln würde. Diese Hoffnung ist nun aber enttäuscht worden. Der BFH bleibt sich treu und behandelt Software weiterhin als immaterielles und damit unbewegliches Wirtschaftsgut (BFH, Urteil vom 18.5.2011, Az. X R 26/09, DStR 2011 S. 1651).

Das Festhalten des BFH an seiner unserer Meinung nach überholten Rechtsauffassung hat erhebliche Konsequenzen: Software lässt sich nicht degressiv abschreiben. Tabu sind auch die Bildung eines Investitionsabzugsbetrages und Sonderabschreibungen.

 

Steuertipp
In seinem Urteil hat sich der BFH nicht zur Vereinfachungsvorschrift der Finanzverwaltung geäußert, nach der Computerprogramme jeglicher Art bis zu Anschaffungskosten von 410 Euro als bewegliche Wirtschaftsgüter einzustufen sind (R 5.5 Abs. 1 EStR 2008). Demnach können Sie auch weiterhin von dieser Vorschrift profitieren. Preiswerte Software dürfen Sie als GWG behandeln und sofort im Jahr der Anschaffung abschreiben.

 

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